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25.02.2008 

Weiter sagte Müller, für die saarländische Industrie seien keine ernsthaften Versorgungsengpässe zu erwarten. Allerdings müssen sich die Kraftwerke nach den Worten von Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU) sehr schnell an die neue Situation anpassen: An zwei Standorten könnten die Vorräte an Saar-Kohle schon in vier Wochen ausgehen.

Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) warnte am Montag vor dem Verlust von rund 10 000 Arbeitsplätzen im saarländischen Bergbau und der von ihm abhängigen Industrie. Die saarländische Politik dürfe keinen Bergmann "ins Bergfreie fallen lassen", sagte IG BCE-Bezirksleiter Dietmar Geuskens. "Die Bergleute sind seit vergangenem Samstag natürlich in größter Sorge über ihre berufliche Zukunft und die wirtschaftliche Existenz ihrer Familien", betonte er.

Endgültige Entscheidungen über die Zukunft des Saar-Bergbaus dürften erst getroffen werden, wenn die endgültigen Untersuchungsergebnisse zu dem Unglück am Samstag vorlägen, erklärte er. Laut IG BCE sind neben den 3 600 freigestellten Bergwerks-Beschäftigten rund 6 000 Beschäftigte in der Zuliefererindustrie und knapp 400 Auszubildende betroffen.

Das Saarland war am Samstag von dem bisher stärksten Grubenbeben mit einer Stärke von 4,0 erschüttert worden, viele Gebäude wurden beschädigt. Der Erdstoß war der 35. dieses Jahres mit einer Stärke von mehr als 2,0. Im Saarland richten Grubenbeben immer wieder Schäden an Häusern und Infrastruktur an.

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