Saatguthersteller: Umsatz von KWS legt kräftig zu

Saatguthersteller
Umsatz von KWS legt kräftig zu

Die Landwirte haben volle Taschen und sind bereit zu investieren. Davon profitieren die Saatguthersteller. Bei KWS stieg dadurch der Umsatz im vorigen Quartal um fast ein Drittel.
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FrankfurtDie hohe Nachfrage der Landwirte nach Roggen- und Maissaatgut lässt bei KWS Saat die Kassen klingeln. Der Umsatz kletterte von Juli bis Ende Dezember um 27 Prozent auf 192 Millionen Euro und lag damit klar über den Markterwartungen. Zudem schraubte Finanzvorstand Hagen Duenbostel die Prognose für das bis Ende Juni 2012 laufende Geschäftsjahr nach oben.

Die Preise für viele Agrarrohstoffe sind seit Anfang 2010 kräftig gestiegen. Landwirte haben dadurch mehr Geld in der Kasse und einen höheren Anreiz, mit Saatgut auf einer größtmöglichen Anbaufläche ihre Erträge zu steigern. Bei KWS ging zuletzt vor allem das neue Roggen-Saatgut weg wie warme Semmeln - so fuhr das Unternehmen im ersten Halbjahr mehr Umsatz im Getreidegeschäft ein als im gesamten Geschäftsjahres 2010/11. Zudem legten die Erlöse im Maisgeschäft in den wichtigsten Märkten Nordamerika, Frankreich und Deutschland kräftig zu.

Dank der guten Entwicklung rechnet KWS Saat im Geschäftsjahr 2011/12 nun mit einem Umsatz von 940 Millionen Euro statt wie bisher mit 910 Millionen. Die operative Gewinnmarge (Ebit) soll auf knapp zwölf Prozent klettern. Bisher hatte das Unternehmen aus Einbeck in Niedersachsen gut elf Prozent in Aussicht gestellt. Die Zahlen und die angehobene Prognose bestärkten seine positive Einschätzung der KWS-Saat-Aktie, sagte DZ-Bank Analyst Peter Spengler.

KWS Saat erwirtschaftet von Juli bis Dezember nur knapp ein Fünftel seines Jahresumsatzes, so dass angesichts konstanter Kosten regelmäßig Verluste anfallen. Im ersten Geschäftshalbjahr sank der operative Verlust allerdings um gut ein Fünftel auf 31,2 Millionen Euro.

KWS konkurriert in seiner Branche, die zuletzt verstärkt ins Visier von Investoren geraten ist, mit Großkonzernen wie Monsanto, DuPont, Bayer und Syngenta. Im Gegensatz zum Chemieriesen BASF, der wegen der kritischen Haltung zur Gentechnik in Europa seine Zentrale für Pflanzen-Biotechnologie in die USA verlegt, entwickelt KWS weiter gentechnisch verändertes Saatgut in Deutschland. Verkauft werden diese Produkte allerdings nur in Nord- und Südamerika.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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