Sabic
Marsch an die Spitze

Bereits heute ist Sabic der teurste Chemiekonzern der Welt. Doch irgendwann wollen die Saudis an der Spitze der globalen Chemieindustrie stehen. Auf der Düsseldorfer „K 2007“ hat das Unternehmen schon mal die Kunden von der Leistungsfähigkeit seiner Produkte überzeugt.

FRANKFURT. Die weltgrößte Messe für Kunststoffe und Kautschuk, die „K 2007“ in Düsseldorf, nutzte der saudi-arabische Chemiekonzern Sabic für einen großen Auftritt. Es ist nämlich nicht damit getan, nur vom preiswerten Einkauf der Rohstoffe für die polymeren Alleskönner zu profitieren. Es müssen schließlich auch die Kunden von der Leistungsfähigkeit des Plastik-Ausgangsmaterials wissen und überzeugt werden. Spätestens nach der im Mai verkündeten Übernahme des US-Unternehmens GE Plastics für 11,6 Milliarden Dollar ist das aufstrebende Konzern einem internationalen Publikum bekannt.

Mit einem Börsenwert von rund 180 Milliarden Dollar ist Sabic der teuerste Chemiekonzern der Welt. Die saudische Regierung verfügt über 70 Prozent der Firmenanteile, die übrigen Aktien gehören Privatinvestoren und anderen Ländern des Golfkooperationsrates. Sabic profitiert vor allem vom hohen Weltmarktpreis für Ethylen. Die Tonne Ethylen kostet die Konkurrenz derzeit zwischen 1 250 und 1 300 Dollar. Sabic mit direkten Zugang zum Rohöl kann Ethylen für weniger als 300 Dollar herstellen. Gemessen am Produktionsvolumen ist Ethylen das wichtigste Konzernerzeugnis.

Das sind Kostenvorteile, die sich in den glänzenden Ergebnissen niederschlagen. Für die ersten neun Monate wurde ein Anstieg des Nettogewinns von 42 Prozent verkündet, umgerechnet rund 3,7 Milliarden Euro hat Sabic bei einem Umsatz von 16 Milliarden Euro verdient. Zum Vergleich: BASF hat als umsatzstärkster Chemiekonzern der Welt bei Einnahmen von 43,3 Milliarden Euro einen Überschuss von 3,3 Milliarden Euro gemeldet.

Das ist eine hervorragende finanzielle Ausgangsbasis für Sabic, um weiter durch Zukäufe und Investitionen nicht nur die eigenen Marktposition zu stärken, sondern auch das Unternehmen und das Land langfristig auf die Zeit vorzubereiten, wenn das Öl nicht mehr so einfach kostengünstig aus dem eigenen Boden gepumpt werden kann.

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