SAF-Holland
Autozulieferer verbucht kräftige Zuwächse

Geschäft im Wandel: Nicht nur die Verschärfung der Abgasnormen beeinflusst die Erlöse des Nutzfahrzeug-Zulieferers SAF-Holland. Die BRIC-Staaten rücken zunehmend in den Fokus des luxemburgischen Konzerns.
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MünchenGute Geschäfte im Kernmarkt Europa haben dem Nutzfahrzeug-Zulieferer SAF-Holland zum Jahresauftakt kräftige Zuwächse beschert. Der Umsatz kletterte im Startquartal um zwölf Prozent auf 235,3 Millionen Euro, wie der Konzern aus Bessenbach am Donnerstag berichtete. Der operative Gewinn wuchs um 26 Prozent auf 15,3 Millionen.

Kauften viele Speditionen und Firmen Ende 2013 noch schnell neue Lastwagen, ehe Anfang Januar die Abgasnormen verschärft wurden, und die Preise für Lkw anzogen, holten sie in den ersten Monaten 2014 die Anschaffung von – deutlich günstigeren – Anhängern und Aufliegern nach. Trailer-Hersteller sind in Europa die Hauptkunden von SAF-Holland. Auf dem Heimatkontinent zogen die Erlöse des Zulieferers um gut ein Fünftel an. Der Anteil Europas am Gesamtumsatz erhöhte sich auf mehr als 56 Prozent.

Auch in vielen aufstrebenden Ländern wie den BRIC-Staaten liefen die Geschäfte besser, teilte SAF-Holland weiter mit. Die Franken hatten 2013 einen chinesischen Hersteller von Luftfederungen für Busse gekauft und wollen so neue Märkte erschließen. Zudem stockt SAF-Holland derzeit die Kapazität in Dubai auf, um das Geschäft im arabischen Raum, in Fernost und Afrika anzukurbeln. In Nordamerika, wo im abgelaufenen Quartal vor allem Standardprodukte für Lkw gefragt waren, verbuchte der Nutzfahrzeug-Zulieferer dagegen Rückgänge, weil die öffentliche Hand in den USA nach der überstandenen Haushaltskrise Aufträge bisher zögerlich vergebe.

Auch Währungseffekte wirkten belastend. Trotz jüngster Bremsspuren rechnet SAF-Holland in Nordamerika damit, im Jahresverlauf von den prognostizierten zweistelligen Wachstumsraten für Lkw zu profitieren.

Insgesamt blieb der Konzern für 2014 bei seiner Prognose, wonach der Umsatz zwischen 920 und 945 Millionen Euro liegen soll. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werden rund 70 Millionen Euro angepeilt, die Rendite soll über den 6,9 Prozent des Vorjahres liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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