Sandoz steht in der Novartis-Gruppe unter Druck
Sandoz stabilisiert sich

Für die Novartis-Tochter Sandoz mit ihrer Zentrale in Wien bedeutet der Zukauf von Hexal und Eon Labs mehr Sicherheit, was die eigene Zukunft im Konzern anbelangt. Bis zum vergangenen Jahr hatte das noch anders ausgesehen.

oli HB WIEN. Novartis-Chef Daniel Vasella musste sich angesichts von Gewinnmargen bei Sandoz, die zwei Drittel unter dem konzernüblichen lagen, fragen lassen, wie lange er diese Sparte noch weiter im Konzern behalten wollte.

Seine Antwort kam zunächst in einer kleineren Akquisition. Im vergangenen Juni übernahm Sandoz die kanadische Sabex Holding. Als die Ergebnisse dennoch zu wünschen übrig ließen, ersetzte Vasella im Oktober den bisherigen Sandoz-Chef Christian Seiwald durch Andreas Rummelt, der bis dahin in der Entwicklung bei Novartis gearbeitet hatte. Zu Rummelts ersten Taten gehörte es, einen Monat später in einem Schreiben an alle 13 000 Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass Abläufe verbessert werden müssen, damit die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden kann.

Vor einem Monat schließlich hatte Vasella noch einmal öffentlich Druck gemacht. „Wir müssen beweisen, dass wir in Europa zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren können“, sagte er bei der Vorstellung der Novartis-Jahresresultate mit Blick auf Sandoz und löste damit prompt Befürchtungen um Arbeitsplatzverluste in Österreich aus. Rummelt glaubt durch die Übernahme nun eine solide Basis fürs Weitermachen gefunden zu haben: Sandoz, Hexal und Eon Labs „bilden zusammen einen außerordentlich wettbewerbsfähigen Branchenführer“, sagte er gestern.

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