Sanierung beim insolventen US-Autozulieferer
Investoren geben Delphi Finanzspritze

Der insolvente US-Autozulieferer kann wieder Hoffnung schöpfen. Ein Investorenkonsortium aus Finanzinvestoren und Banken will der ehemaligen GM-Tochter mit einer Milliardensumme bei ihrer Sanierung auf die Sprünge helfen.

HB CHICAGO. Der insolvente US-Autozulieferer Delphi hat nach eigener Darstellung Investoren gefunden, die bis zu 3,4 Mrd. Dollar in das Unternehmen stecken wollen. Die Geldgeber erhielten im Gegenzug nach dem Verlassen des Gläubigerschutzes einen großen Anteil an der Firma, teilte Delphi am Montag mit. Zu den Investoren gehören Cerberus, Appaloosa, Harbinger Capital, Merrill Lynch und UBS Securities. Am Montag solle eine Rahmenvereinbarung für einen Restrukturierungsplan präsentiert werden. Die Zustimmung des Konkurs-Richters zu dem Investment-Plan werde am 5. Januar erwartet. Das Vorhaben setze aber noch Vereinbarungen mit der ehemaligen Delphi-Mutter General Motors und den Gewerkschaften voraus.

Delphi erklärte zudem, Firmenchef Steve Miller trete zum 1. Januar zurück und werde durch den Delphi-Präsidenten Rodney O'Neal ersetzt. Delphi hat im Oktober 2005 Gläubigerschutz angemeldet und Pläne zum Abbau von tausenden Arbeitsplätzen vorgestellt. Unter anderem sollen mehrere Werke geschlossen oder verkauft werden und Geschäftsbereiche aufgegeben werden. Der GM-Konzern hat bereits sechs Mrd. Dollar für die Sanierung seines Zulieferers zurückgestellt.

Die Investoren würden wandelbare Vorzugsaktien im Volumen von 1,2 Mrd Dollar sowie Stammaktien für etwa 200 Mill. Dollar erwerben. Zudem würden sie nicht gezeichnete Stammaktien aus einer Bezugsrechtsemission für rund 2 Mrd USD aufnehmen. Die Bezugsrechte sollen den bestehenden Aktionären angeboten werden.

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