Sanierung
Deilmann-Haniel entlässt halbe Belegschaft

Das Dortmunder Bergbau-Unternehmen Deilmann-Haniel will rund 700 der 1500 Beschäftigten entlassen. Mit dem Einstieg des Investors Lutz Helmig konnte zwar die Bausparte und die internationale Bergbausparte des Heitkamp-Deilmann-Haniel-Konzerns gerettet werden, nicht jedoch der deutsche Bergbaubetrieb Deilmann-Haniel.

HB DORTMUND. Der Chef des Bau- und Bergbaukonzern Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH), Jochen Rölfs, bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben der Gewerkschaft IG BCE. Das Datum für die Kündigungen müsse noch ausgehandelt werden. Nähere Einzelheiten sollen am Montag bekannt gemacht werden.

Erst Ende Mai hatte HDH-Chef Rölfs den neuen Investor Lutz Helmig präsentiert, der 71 Millionen Euro mitbringt. Dabei hatte Rölfs bereits über mögliche Massenentlassungen in der nationalen Bergbausparte gesprochen.

Nach Angaben der Gewerkschaft hatte die Deilmann-Haniel- Geschäftsführung ihre Sparpläne während einer Tarifverhandlungsrunde bekannt gegeben. „Innerhalb weniger Tage hat Deilmann-Haniel eine schriftliche Zusage widerrufen, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt“, sagte IG-BCE-Landesbezirksleiter Kurt Hay. „Wer während laufender Verhandlungen zur Sicherung von Beschäftigung Massenentlassungen ankündigt, nachdem er zuvor das Gegenteil verkündigt hat, ist kein seriöser Verhandlungspartner mehr“, meinte er.

Die Gewerkschaft wolle Verhandlungen über einen Sozialplan und Interessenausgleich intensiv begleiten. Wichtigstes Ziel bleibe, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Dabei setze man auch auf die Unterstützung der Landesregierung. Deilmann-Haniel ist Bestandteil der Heitkamp-Deilmann-Haniel-Gruppe mit Sitz in Herne. Das Dortmunder Spezialunternehmen hatte zuletzt weniger Aufträge erhalten. Die Firma arbeitet überwiegend für die Deutsche Steinkohle AG.

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