Sanierung des Autobauers
Hintergrund: VW in der Kostenfalle

Volkswagen ringt derzeit mit der IG Metall um einen Tarifvertrag zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers. Es eilt. VW hat etliche Nachteile gegenüber der Konkurrenz.

Fertigungskosten: VW produziert in Wolfsburg deutlich teurer als die Konkurrenz. Neben Lohnkosten von rund 55 Euro je Stunde schlagen sich dabei vor allem die hohen Fixkosten bei niedriger Auslastung und die langen Fertigungszeiten auf Grund der komplizierten Produkte nieder. So braucht VW für den Bau eines Golfs mehr als 50 Stunden, wichtige Konkurrenten kommen mit etwa der Hälfte aus. Auch die VW-Tochter Audi benötigt deutlich weniger Stunden für einen A 3, zusätzlich ergeben sich durch den niedrigeren Metall-Flächentarif lediglich Lohnkosten je Stunde von etwa 40 Euro. Das gilt auch als Zielgröße für die VW-Werke.

Konkurrenz: Vor allem die asiatischen Hersteller bauen zurzeit in Osteuropa massiv Produktionskapazitäten auf. Dort liegen die Lohnkosten zwischen fünf und zehn Euro. Allein Hyundai und Kia wollen bis 2010 in Osteuropa 600 000 Autos im Jahr bauen. Auch die französischen Wettbewerber von Peugeot/Citroën (PSA) und Renault setzen verstärkt auf die Niedrigkostenländer.

Kooperationen: Der VW-Konzern als fünftgrößter Automobilhersteller der Welt hinter General Motors, Toyota, Ford und Renault-Nissan verliert gegenüber der Konkurrenz zunehmend an Größenvorteilen. Immer häufiger schließen sich Hersteller zu Kooperationen bei bestimmten Produkten zusammen. Jüngste Beispiele sind die gemeinsame Kleinwagenproduktion von Toyota mit PSA in Tschechien oder die vereinbarte Zusammenarbeit von Ford mit Fiat für eine Kleinwagenfertigung in Polen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%