Sanierung des Autobauers
VW hat 2006 in Deutschland tausende Stellen abgebaut

Der Autobauer Volkswagen hat einem Zeitungsbericht zufolge an seinen westdeutschen Produktionsstandorten in diesem Jahr mehr als 7800 Jobs abgebaut.

HB HAMBURG. „Der Rückbau in Westeuropa schließt den mittelfristigen Abbau von 20 000 Arbeitsplätzen in Deutschland ein. 7835 waren es bereits in diesem Jahr, davon 3648 in Wolfsburg“, sagte VW-Arbeitsdirektor Horst Neumann der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch) zufolge in einer Rede vor Vertretern der Stadt im Wolfsburger Schloss.

Bis Anfang dieser Woche hätten 5873 VW-Mitarbeiter Aufhebungsverträge angenommen, 1962 Beschäftigte seien 2006 über die Altersteilzeit ausgeschieden, sagte Neumann. Der Arbeitsdirektor lobte zudem den neuen Tarifvertrag, der unter anderem längere Arbeitszeiten in der Woche ohne direkten Lohnausgleich vorsieht. „Bei den Arbeitskosten liegt die Volkswagen AG 2007 knapp unter Audi und den anderen deutschen Premiumherstellern“, sagte Neumann.

Volkswagen verabschiedet sich mit dem Tarifvertrag von der Vier-Tage-Woche mit 28,8 Wochenstunden. Künftig kann in den sechs westdeutschen Werken bis zu 34 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Als Gegenleistung für die Mehrarbeit sagte VW den Arbeitnehmern eine Beschäftigungssicherung über 2011 hinaus zu. Als Konsequenz aus der Zusage, die Werke in Westdeutschland besser auszulasten, zieht VW die Produktion des Golf aus dem Werk in Brüssel ab und baut das wichtige Massenmodell nur noch in Wolfsburg sowie im sächsischen Mosel. Dadurch fallen in Brüssel zwei Drittel der rund 5000 Arbeitsplätze weg.

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