Sanierung
Entlassungen bei Deilmann Haniel

Die Sanierung der angeschlagenen Bau- und Bergbaugruppe Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH) geht in die letzte Runde. Nachdem HDH-Chef Jochen Rölfs einen Finanzpartner für das internationale Bergbau- und Tunnelgeschäft gefunden hat, steht der deutsche Bergbau vor einer Massenentlassung.

agr DÜSSELDORF. Ein letzter Versuch, die Arbeitsplätze auf juristischem Wege dem einzigen Auftraggeber, der RAG-Tochter Deutsche Steinkohle (DSK), zu übertragen, brachte keine Entlastung. Die HDH-Tochter Deilmann Haniel muss nun die noch 1 500 Bergleute zählende Belegschaft halbieren, wie Rölfs dem Handelsblatt bestätigte. 450 Beschäftigte werden entlassen, weitere 330 nach dem im Bergbau üblichen Regeln zur sozialverträglichen Anpassung des Arbeitsplatzabbaus ausscheiden.

Mit dem Abbau der Steinkohlesubventionen sind auch die Aufträge der DSK stark zurückgegangen. Deilmann Haniel fährt monatlich 2,5 Mill. Euro Verlust fast ausschließlich durch die Lohnzahlungen ein.

Durch den Arbeitsplatzabbau sei die Insolvenz abgewendet, sagte Rölfs. Er betonte aber, dass die bergmännische Anpassung, also der sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau, wegen des absehbaren Endes des Bergbaus im Ruhrgebiet weitergehen werde. 2007 muss er 176 Kumpel nach Hause schicken, 2008 weitere 153.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%