Sanierung
Fiat baut Schulden ab

Fiat treibt die Sanierung voran. Im ersten Quartal konnte der italienische Autobauer seine Schulden auf 489 Millionen Euro verringern, der Gewinn fiel höher aus als erwartet.
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Mailand

Der italienische Autobauer Fiat kommt bei seiner Sanierung schneller voran als gedacht. Die Schulden verringerten sich nach Firmenangaben vom Mittwoch im ersten Quartal auf 489 Millionen Euro. Analysten hatten mit 815 Millionen Euro gerechnet. Der Handelsgewinn lag mit 251 Millionen Euro ebenfalls über den Erwartungen der Experten. Die robusten Verkäufe in Märkten wie Brasilien hätten zu dem Ergebnis beigetragen.

Zu den Auswirkungen der japanischen Lieferengpässe äußerte sich das Unternehmen nicht. Viele Hersteller sind davon betroffen, so auch PSA Peugeot Citroen, der ebenfalls am Mittwoch Quartalszahlen vorlegte. Fiat hat nach früheren Angaben Schwierigkeiten, die angebotene Farbenpalette für einige Kunden aufrecht zu erhalten, da bestimmte Zusätze in Japan hergestellt werden.

Fiat-Aktien weiteten nach Vorlage der Zahlen ihre Kursgewinne auf mehr als vier Prozent aus.

Derweil will Ferrari-Chef Luca di Montezemolo den wiederkehrenden Gerüchten über einen Einstieg von Volkswagen bei der Fiat-Tochter den Wind aus den Segeln nehmen. Es gebe keine Absicht von Fiat, Anteile abzugeben, sagte Montezemolo dem Magazin "auto motor und sport" laut Vorabbericht vom Mittwoch. "Im Moment gibt es keinen Grund. Wir haben große Barreserven. Und im letzten Jahr betrug unsere Rendite aufs eingesetzte Kapital 16 Prozent."

Der Ferrari-Chef kündigt für dieses Jahr erneut einen Rekordabsatz des Sportwagenherstellers an. Allerdings hänge die genaue Stückzahl auch von der Entwicklung in Japan nach der Erdbeben- und Nuklearkatastrophe ab. "Dort verkaufen wir 400 Autos pro Jahr. Ich glaube, dass wir dieses Jahr insgesamt zwischen 6800 und 7000 Autos absetzen werden."

Die Marke von 8.000 Fahrzeugen ist für Montezemolo dank des Wachstums in den Schwellenländern in Sichtweite. "Wir starten diesen Monat in Indien. Es hängt alles im Wesentlichen vom Wachstum in neuen Märkten ab. In den nächsten acht Jahren kommen wir auf 8.000 Autos", kündigt der Ferrari-Chef an. "Es hängt viel von Indien, Südamerika und China ab. Da gibt es Wachstumspotenzial.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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