Sanierung läuft erfolgreich
Tausende Arbeitsplätze bei Walter Bau gerettet

Die inländischen Töchter der insolventen Walter Bau sind aus dem Schneider. Sie bestehen weiter. Mehr als die Hälfte der ehemals 9800 Konzern-Arbeitsplätze sind damit gerettet.

HB AUGSBURG. Durch die Fortführung aller operativen inländischen Tochtergesellschaften konnten nach Unternehmensangaben vom Freitag rund 4800 Arbeitsplätze gesichert werden. Die drei großen Tochtergesellschaften Dywidag International GmbH (DIG), Dywidag Systems International GmbH (DSI) und Walter-Heilit Verkehrswegebau GmbH seien unbeeinträchtig von der Insolvenz der Muttergesellschaft erfolgreich am Markt.

Weitere rund 900 Stellen blieben durch die Übernahme der neu gegründeten Dywidag Bau GmbH und Dywidag Schlüsselfertig und Ingenieurbau durch die österreichische Strabag Holding erhalten. Beide Unternehmen waren aus der zusammengebrochenen Walter Bau-AG hervorgegangen. „Damit liegen wir sogar über unserer Prognose vom März“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Walter Bau-AG hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Der Zusammenbruch hatte die Insolvenzen mehrerer Töchter nach sich gezogen. Vier wesentliche Bereiche des Walter-Konzerns wurden von der österreichischen Strabag-Holding übernommen. Dem hatte der Gläubigerausschuss zugestimmt.

Mittlerweile sei der Verkauf der DIG und des Verkehrswegebaus an Strabag vollzogen worden. Der Verkauf der DSI laufe plangemäß. Mit rund zehn Interessenten würden Gespräche geführt. Ziel sei es, einen Kaufpreis über dem Buchwert von rund 144 Millionen Euro zu erzielen.

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