Sanierung verhilft zu operativem Gewinn – Vorstandschef sieht kleinere Akquisitionen vor: Logistikkonzern Thiel fasst wieder Tritt

Sanierung verhilft zu operativem Gewinn – Vorstandschef sieht kleinere Akquisitionen vor
Logistikkonzern Thiel fasst wieder Tritt

Die luxemburgische Thiel AG, Grevenmacher, schreibt wieder schwarze Zahlen und hat operativ Tritt gefasst. „Wir haben die Sanierung und damit die Konzentration auf wenige Branchen, zum Beispiel die Autoindustrie, nahezu abgeschlossen“, sagte Thiel-Vorstandschef Klaus Eierhoff.

HB agr FRANKFURT. 2004 hat die Logistik-Gruppe den Turnaround geschafft. 2005 peilt Eierhoff bereits eine Marge beim operativen Ergebnis (Ebit) auf dem Niveau der Wettbewerber wie Kühne & Nagel von drei bis vier Prozent an. 2004 wird die Ebit-Marge voraussichtlich über ein Prozent liegen. Die Bilanz veröffentlicht Thiel am 10. März.

Spätestens Anfang 2006 will Eierhoff gemeinsam mit dem Mehrheitsaktionär, der Quandt-Holding Delton, die Weichen neu stellen. „Wir werden eine strategische Diskussion über die Zukunft der Thiel-Gruppe führen“, kündigte Eierhoff an. Für das nötige starke internationale Wachstum braucht Thiel frisches Geld für Zukäufe.

Doch Eierhoff will bereits jetzt loslegen. „Wir denken über Akquisitionen nach“, sagte er, „bleiben aber besonnen.“ Geplant sind zwei bis drei kleinere Übernahmen in den Boomregionen Osteuropa und China. Eierhoff bleibt vorsichtig: „Ich setze viel auf strategische Allianzen“, sagte er. Gemeinsam mit der Deutschen Post wird diskutiert, die Kooperation in der Textillogistik zu einem europäischen Netz auszubauen. In der Sparte Medien kooperiert Thiel bereits mit der Fiege-Gruppe beim Vertrieb der „FAZ“.

Thiel hat nach Schätzungen von Analysten 2004 den Umsatz leicht auf 1,8 (Vorjahr: 1,7) Mrd. Euro gesteigert. Das Ebit wird etwas besser ausfallen als nach neun Monaten mit 21,6 Mill. Euro. 2003 erzielte Thiel Verlust. Eierhoff hat Thiel grundlegend saniert und sich von zahlreichen Geschäftsfeldern getrennt. Nach einer Kapitalerhöhung wurden die Schulden abgebaut. Mit einer Eigenkapitalquote von 38 Prozent und der von 11 000 auf 9 000 Mitarbeiter reduzierten Belegschaft wurde die Basis zum Erfolg gelegt.

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