Sanierungsplan
Chrysler: Mehr Hilfe nötig, mehr Stellen weg

Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler hat eine Ausweitung der Staatshilfen beantragt. Statt der ursprünglich beantragten sieben Mrd. Dollar Staatshilfen brauche Chrysler jetzt neun Milliarden, hieß es am Dienstag in dem aktualisierten Geschäftsplan des Konzerns an die US-Regierung.

HB CHICAGO. Chrysler gehe jetzt noch für 2009 von 10,1 Mio. verkauften Autos in den USA quer durch alle Hersteller aus. Dies sei der niedrigste Stand seit 40 Jahren.

Zur Kostensenkung werde Chrysler drei seiner Modellreihen einstellen, hieß es weiter. Die Fixkosten sollten 2009 um 700 Mio. Dollar gesenkt und die Fertigungskapazität um 100 000 Autos verringert werden. Von den Zulieferern erwarte Chrysler "substanzielle Kostenreduktionen". Zudem würden weitere 3 000 Stellen abgebaut.

Der Sanierungsplan ist eine Bedingung für weitere staatliche Milliardenhilfen. Bislang erhielt Chrysler vier Mrd. Dollar. Bis Ende März müssen Chrysler und der Opel-Mutterkonzern General Motors ihre Überlebensfähigkeit konkret unter Beweise stellen.

Der vorgelegte Plan zeige, dass Chrysler allein überleben könne, teilte der Konzern am Sitz in Detroit (Michigan) mit. Verbessert werden könne Chryslers Lage zusätzlich durch die vor allem bei Klein- und Mittelklassewagen angestrebte Allianz mit dem italienischen Fiat-Konzern.

Die von der US-Regierung geforderten Zugeständnisse der Gewerkschaft und der Gläubiger von Chrysler seien grundsätzlich erzielt worden, so der verlustreiche Autobauer. Die Regierung verlangte für weitere Hilfen unter anderem niedrigere Löhne auf dem Niveau ausländischer Hersteller in den USA sowie eine Umschuldung.

Chrysler gehört überwiegend dem US-Finanzinvestor Cerberus. Knapp 20 Prozent hält noch der deutsche Daimler-Konzern, der sich von dem Anteil aber so schnell wie möglich trennen will.

Der General-Motors-Konzern hat für die Nacht zum Dienstag um 0030 Uhr deutscher Zeit eine Pressekonferenz zu seinen eigenen Sanierungsplänen angesetzt.

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