Sanierungsplan: Chrysler schließt offenbar zwei US-Werke

Sanierungsplan
Chrysler schließt offenbar zwei US-Werke

Das Werk Newark der verlustträchtigen Daimler-Chrysler-Tochter Chrysler scheint dem Untergang geweiht: Nach übereinstimmenden Medienberichten soll die einstige Panzerfabrik im US-Bundesstaat Delaware 2008 dicht gemacht werden - zusammen mit einer weiteren Fabrik in Missouri.

HB AUBURN HILLS. Die Fachzeitschrift „Auto Motor Sport“ berichtet am Dienstag unter Berufung auf Branchenkreise, neben dem Werk in Newark solle die Fabrik in Saint Louis geschlossen werden. Die Produktion solle in die Fabriken in Jefferson North und Warren verlagert werden. Durch die Einführung einer dritten Schicht in Warren solle die dortige Produktion auf 60 000 Fahrzeuge erhöht werden. Insgesamt solle die Auslastung der Chrysler-Werke dem Magazin zufolge durch die Sanierungsmaßnahmen auf 90 Prozent steigen. Daimler-Chrysler war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Über die geplante Schließung des Werks in Newark hatte bereits die „Wirtschaftswoche“ berichtet. Die Fabrik, in der 2 100 Menschen arbeiten, stellt als einziges Modell die SUV-Baureihe Dodge Durango her. Dieses verbrauchsstarke Geländewagensegment ist in den Vereinigten Staaten durch die Verteuerung der Energiepreise in der Absatzkrise. Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche will am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns in Detroit Details eines Sanierungsplans für Chrysler vorstellen. Zu hohe Kosten, unattraktive Modelle und die fast ausschließliche Abhängigkeit vom umkämpften US-Automarkt brachten dem Autobauer 2006 nach Einschätzung von Branchenexperten einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro ein.

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