Sanierungsplan soll Arbeitsplätze sichern
Rohstoffpreise treiben TWD in die Insolvenz

Der traditionsreiche niederbayerische Textilhersteller TWD hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Die Zahlungsunfähigkeit betreffe die Konzernmutter TWD GmbH, teilte das Unternehmen mit. Die gesamte TWD-Gruppe hat 1360 Beschäftigte, davon arbeiten rund 900 bei der Muttergesellschaft in Deggendorf.

HB DEGGENDORF. Der Konzernumsatz belief sich zuletzt auf rund 196 Millionen Euro. Die Niederlassungen und Zweigwerke in mehreren anderen Bundesländern und im Ausland sollen bislang von der Insolvenz nur zum Teil direkt betroffen sein. Die TWD-Geschäftsführung hatte bereits in den vergangenen Wochen einen umfassenden Sanierungsplan erarbeitet, um möglichst viele Arbeitsplätze retten zu können.

Nach Unternehmensangaben haben steigende Rohstoffpreise, die schwache Nachfrage und die Konkurrenz aus Billiglohn-Ländern zu den finanziellen Problemen geführt. Im Jahr 2004 habe die Gruppe erneut hohe Verluste gemacht. Der Insolvenzplan sieht vor, dass Verlustbereiche des Unternehmens nicht weitergeführt und unrentable Teile abgespalten werden. Mit der Belegschaft sollen Einsparungsvereinbarungen getroffen werden.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Michael Jaffé bestellt. Die Textilwerke Deggendorf (TWD) gehen auf eine Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Kunert in Nordböhmen gegründete Strumpffabrik zurück. Heute ist die TWD-Gruppe auf Synthetikgarne für Autositze, Teppichböden, Heimtextilien und für die Bekleidungsindustrie spezialisiert.

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