Sanierungsprogramm
Escada zahlt bei Primera-Verkauf kräftig drauf

Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr hat Escada-Chef Bruno Sälzer nach einem Käufer für die Tochterfirma Primera gesucht. Jetzt hat der ehemalige Boss-Chef einen Abnehmer gefunden. Doch die Sorgen sind damit kaum geringer geworden.

MÜNCHEN. Denn der Notverkauf ist nur der Anfang eines umfangreichen Sanierungsprogramms, das bis Ende Juli gelingen muss. Scheitert Sälzer, steht die Modemarke vor dem Aus.

Am Wochenende hat Escada bekanntgegeben, dass es einen Käufer für Primera gebe. Um wen es sich handele und wieviel der Interessent zahle, werde mitgeteilt, wenn die Verträge in den nächsten Tagen unterschrieben seien, hieß es. Der erzielte Preis liege unter dem Buchwert, so dass Escada umfangreiche Wertberichtigungen vornehmen müsse.

Aufgrund der Trennung von Primera ergibt sich für den Konzern in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs (30. April) ein Erlösrückgang um 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 151 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung von Verkauf und notwendigen Wertberichtigungen weist Escada ein vorläufiges negatives Halbjahresergebnis nach Steuern von knapp 92 Mio. Euro aus, im Vorjahr betrug das Minus noch acht Mio. Als Konsequenz des Verkaufs sei unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes aus dem Geschäftsjahr 2007/2008 nun ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals entstanden. Deshalb werde Escada nun, wie vorgeschrieben, eine Hauptversammlung einberufen.

Die Tochtergesellschaft Primera mit den Marken Apriori, Laurèl, Biba und Cavita, die im mittleren Preissegment angesiedelt seien, passe nicht mehr zur Luxusmarke Escada, hatte Sälzer den Verkauf im Handelsblatt-Interview begründet. Bereits Sälzers Vorgänger hatten versucht, einen Käufer zu finden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fuhr Primera bei einem Umsatz von 211 Mio. Euro einen operativen Verlust von 15,2 Mio. Euro ein.

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