Sanierungsprogramm
Ford baut massiv Stellen ab

Der zweitgrößte US-Autobauer ist stark angeschlagen. Nach Milliardenverlusten in Nordamerika verbuchte Ford 2005 einen herben Gewinneinbruch. Nun sollen zwischen 25 000 und 30 000 Stellen gestrichen und 14 Werke in Nordamerika bis 2012 geschlossen werden. Somit wäre rund ein Viertel der Belegschaft betroffen.

HB DETROIT/KÖLN. Damit reagiert der weltweit drittgrößte Autohersteller mit einem ähnlich drastischen Sanierungsprogramm wie Weltmarktführer General Motors auf die Absatzkrise. Die europäischen Standorte bleiben von den aktuellen Maßnahmen unberührt. Das Programm „Way Forward“ betreffe nur Nordamerika, sagte ein Sprecher der Kölner Ford-Werke am Montag. Zugleich überraschte Ford die Märkte mit seinen über den Erwartungen liegenden Bilanzzahlen: Im Schlussquartal schnitt Ford dank besserer Finanzgeschäfte und Einnahmen aus dem Verkauf des Autovermieters Hertz deutlich besser als erwartet ab. Der Nettogewinn stieg um 19 Prozent auf 124 Mill. Dollar, wie Ford mitteilte.

Ford kündigte in Detroit an, im Rahmen der Restrukturierung sollten binnen sechs Jahren 25 000 bis 30 000 Arbeitsplätze wegfallen und 14 Werke stillgelegt werden. Bis 2008 wolle Ford die Kapazitäten um 26 Prozent oder 1,2 Mill. Fahrzeuge verringern. „Unsere Kostenstrukturen werden sich 2006 verbessern und sich danach weiter erholen. Wir wollen im Nordamerika-Geschäft nicht später als 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben“, sagte Finanzchef Don Leclair.Die Ford-Aktie legte an der New Yorker Börse zeitweise fast acht Prozent zu.

Ford ist wie Konkurrent General Motors auf seinem Heimatmarkt mit hohen Überkapazitäten und massiven Absatzproblemen konfrontiert. Die US-Autobauer verlieren Marktanteile an die asiatische Konkurrenz, weil sie zu lange auf hoch motorisierte und Sprit schluckende Geländewagen gesetzt haben. Bei den hohen Benzinpreisen greifen die US-Kunden nun zu sparsameren Autos. General Motors musste deshalb seinen Sparkurs bereits verschärfen und hat den Abbau von 30 000 Stellen binnen drei Jahren angekündigt.

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