Sanierungsprozess
IG Metall ist bereit zu Tarifrunde bei VW

Die IG Metall hat den Weg für formelle Tarifgespräche zur Sanierung der ertragsschwachen Traditionsmarke VW freigemacht. Dabei wird das Hauptthema die Arbeitszeit sein. Investoren schreitet die Sanierung jedoch nicht schnell genug voran.

HB HAMBURG. Die große Tarifkommission gab am Montag in Hannover einstimmig grünes Licht für vorgezogene Verhandlungen mit der VW-Geschäftsleitung. Der Forderung von VW nach einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit für die knapp 100 000 Beschäftigten in Westdeutschland auf 35 Stunden bei unverändertem Lohn erteilte die IG Metall abermals eine Absage. „Eine Erhöhung der Arbeitszeit um 6,2 Stunden wird es ohne jeglichen Lohnausgleich mit uns nicht geben“, betonte IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine. Die Aufnahme von Tarifgesprächen ist Voraussetzung, um Änderungen am geltenden Tarifvertrag zu vereinbaren, etwa für längere Arbeitszeiten.

Der Kurs der VW-Aktie lag am Nachmittag 1,7 Prozent im Minus auf 61,10 Euro. Investoren schreitet die Sanierung nicht schnell genug voran. Sie warnen den Konzern davor, bei der Durchsetzung seiner Ziele nachzulassen. „Die Anleger fürchten, dass VW klein beigibt“, sagte ein Händler. Analyst Albrecht Denninghoff von der Commerzbank sagte, eine schneller Durchbruch sei bei VW nicht zu erwarten. „Der Markt ist da anspruchsvoller als Unternehmenskenner.“

Außerdem belastete laut Händlern ein Bericht der „Automobilwoche“ den Kurs, wonach sich VW auf einen Nachfragerückgang im nächsten Jahr vorbereitet. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte vergangene Woche angekündigt, das Absatzwachstum werde sich 2007 verlangsamen. 2006 steigt der Absatz des Konzerns dank neuer Modelle weltweit stark.

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