Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat den Zuschlag für das zum Verkauf stehende Vitamingeschäft der australischen Primary Health Care erhalten. Offenbar hat Konkurrent Merck
den Kürzeren gezogen.
Jean-Francois Dehecq, Chef von Sanofi-Aventis, kann sich über den Kauf der Vitaminsparte von Primary Health freuen. Foto: ap
HB MELBOURNE.Sanofi-Aventis zahle umgerechnet 343 Mill. Euro für die Sparte, teilte Primary am Montag mit. Nach Medienberichten haben die Franzosen damit ihren deutschen Rivalen Merck
ausgestochen, der ebenfalls an der Vitaminsparte der Australier interessiert gewesen sein soll.
Mit dem Verkaufserlös werde Primary seinen Schuldenberg weiter abtragen, teilte Konzernchef Edmund Bateman mit. Das Unternehmen hatte vor kurzem den Pharmadienstleister Symbion Health für umgerechnet 1,66 Mrd. Euro übernommen. Die nun verkaufte Vitaminsparte war Teil der Übernahmemasse von Symbion - ebenso wie das Apothekengeschäft, für das Primary noch bis Dienstag Angebote annehmen will. Analysten rechnen erneut mit einem Erlös von mehr als 300 Mill. Euro. Als Interessent gilt unter anderem Züllig Pharma aus der Schweiz.

