Sanofi droht möglicherweise auch eine Übernahme
Aventis: Das wird ein langer Kampf

Die Führung der deutschen Aventis-Tochter hat ihre Mitarbeiter auf einen langen Abwehrkampf gegen die feindliche Übernahmeofferte des französischen Wettbewerbers Sanofi eingeschworen.

HB FRANKFURT. „Dies wird eine harte und lange Auseinandersetzung werden“, sagte Heinz-Werner Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Aventis Pharma Deutschland, am Dienstag in Frankfurt vor etwa 5 000 versammelten Mitarbeitern der deutschen Tochter. Eine Fusion würde Arbeitsplätze kosten, zwar nicht so sehr in Deutschland, „aber doch in Ländern, die gar nicht so weit weg sind“, sagte Meier mit Blick auf Frankreich.

Meier erläuterte den Mitarbeitern ferner, dass das Sanofi-Angebot die Schwäche von Sanofi widerspiegele, da diese möglicherweise selbst in Gefahr seien, übernommen zu werden. Mit dem Versuch einer Übernahme wolle sich Sanofi billig eine Lebensversicherung kaufen.

Sanofi Synthelabo, Frankreichs zweitgrößter Pharmakonzern, hatte vorige Woche eine Übernahmeofferte im Volumen von damals rund 48 Mrd. Euro für die gemessen am Umsatz etwa doppelt so große Aventis vorgelegt. Das Management und der Aufsichtsrat von Aventis hatten die Offerte bereits zurückgewiesen.

„Wenn Sanofi uns übernehmen würde, dann würde der Schwanz mit dem Hund wackeln“, sagte Meier. In seiner Rede wies er darauf hin, dass Aventis weltweit die Nummer Fünf sei, Sanofi dagegen lediglich an 15. Stelle rangiere. Auch sei der Marktanteil von Aventis in Deutschland deutlich höher als der von Sanofi. Auf der Mitarbeiterversammlung wurde auch ein Grußwort von Aventis-Chef Igor Landau auf einer Leinwand übertragen, in dem er noch einmal die Gründe für die Ablehnung der Offerte erläuterte. Auch Aventis-Forschungsvorstand Frank Douglas sprach den deutschen Aventis-Mitarbeitern in einer Rede Mut zu.

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