Sanofi Pharmakonzern stellt sich auf Gewinnrückgang ein

Das Diabetesgeschäft ist nach dem wichtigen Patentverlust für Sanofi umkämpft. Deshalb wollen die Franzosen andere Pharmagebiete erschließen. Durch die Übergangsphase rechnet der Konzern mit einem niedrigeren Gewinn.
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Der französische Pharmakonzern läutet ein Jahr des Übergangs ein. Quelle: AFP
Sanofi

Der französische Pharmakonzern läutet ein Jahr des Übergangs ein.

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ParisFrankreichs größter Pharmakonzern Sanofi blickt nach einem Ergebnisrückgang im vergangenen Quartal mit Vorsicht aufs neue Jahr. Das Management hält nach Angaben vom Mittwoch 2017 ein Gewinnminus von bis zu drei Prozent für möglich. Das Unternehmen leidet im wichtigen Diabetesgeschäft unter dem Patentverlust seines Kassenschlagers Lantus.

Konzernchef Olivier Brandicourt stimmte die Investoren am Mittwoch auf eine Übergangsphase ein: „2017 und darüber hinaus werden wir Sanofi weiter vereinfachen und neu gestalten.“ Unterstützung werde dabei von der Biotechtochter Genzyme sowie dem Geschäft mit Impfstoffen und rezeptfreien Gesundheitsprodukten kommen.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Beim Thema Übernahmen habe Sanofi keine Eile, betonte Brandicourt. Zukäufe müssten strategisch sinnvoll sein. Unter einigen Investoren war zuletzt der Unmut gestiegen, weil das Unternehmen mit seinen letzten Akquisitionsversuchen gescheitert war.

Im abgelaufenen Vierteljahr sank der Nettogewinn – auch wegen höherer Steuern und Einmalkosten – um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Weil er aber über den Analystenerwartungen lag, zog die Sanofi-Aktie 2,6 Prozent an. Der Quartalsumsatz stieg um mehr als drei Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Wachsende Erlöse erzielte Sanofi mit dem 2015 auf den Markt gebrachten Diabetesmittel Toujeo, mit Multiple-Sklerose-Medikamenten sowie Arzneien gegen seltene Erkrankungen.

  • rtr
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