Sanofi: Pharmakonzern will Impfstoff gegen Zika entwickeln

Sanofi
Pharmakonzern will Impfstoff gegen Zika entwickeln

Wegen der rasanten Ausbreitung des Zika-Virus hat die WHO den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Als erster großer Pharmakonzern hat Sanofi nun angekündigt, an einem Impfstoff gegen Zika zu arbeiten.

Paris/LondonAls einer der ersten großen Pharmakonzerne hat Sanofi ein Projekt zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Zika-Virus gestartet. Der Sparte Sanofi Pasteur baue dabei auf ihre bei anderen Impfstoffen gesammelte Erfahrung gegen ähnliche Virus-Arten wie etwa Gelbfieber und Denguefieber, teilte das französische Unternehmen am Dienstag mit.

Am Abend zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, weil sich der durch Mücken übertragene Krankheitserreger vor allem in Süd- und Mittelamerika rasant ausbreitet. In Brasilien werden Tausende Missbildungen bei Neugeborenen mit Zika in Verbindung gebracht. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Sanofi hofft Erkenntnisse aus dem erst vor kurzem zugelassenen Impfstoff gegen Denguefieber übertragen zu können. Bislang haben lediglich kleinere Biotech-Firmen und Forschungseinrichtungen konkrete Pläne zur Entwicklung eines Impfschutzes gegen das vor allem für Schwangere als gefährlich geltende Virus. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline kündigte an, ein entsprechendes Projekt zu prüfen.

Typische Symptome einer Zika-Infektion sind leichtes Fieber und ein Hautausschlag, ähnlich wie bei dem Dengue-Virus. Die Mehrheit der Betroffenen zeigt gar keine Symptome. Allerdings wird Zika bei Neugeborenen für schwere Missbildungen verantwortlich gemacht. Aus Brasilien wurden inzwischen rund 4000 mutmaßliche Fälle der sogenannten Mikrozephalie gemeldet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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