Sanofi-Produkte geben Bristol-Myers Schub
US-Pharmakonzerne präsentieren gute Zahlen und mäßigen Ausblick

Die amerikanische Pharmabranche hat eine sehr starke Entwicklung im 4. Quartal hingelegt. Dennoch fallen die Gewinnprognosen für 2004 bei etlichen Unternehmen verhaltener aus, als von den Finanzmärkten erhofft. Dieser Trend bestätigte sich gestern bei Bristol-Myers Squibb (BMS) und Eli Lilly.

shf FRANKFURT/M. Positive Währungseffekte und ein überraschend starkes Geschäft mit Herz-Kreislauf- und Magenmedikamenten sorgten bei BMS im 4. Quartal für ein Umsatzwachstum von 16 %. Für das Gesamtjahr meldet der Konzern ein Umsatzplus von 14 % auf 20,7 Mrd. $. Der Nettogewinn stieg um 45 % auf rund 2,9 (2,0) Mrd. $ oder 1,51 je Aktie. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen allerdings nur noch einen geringen Gewinnanstieg auf maximal 1,55 $ je Aktie in Aussicht und bleibt damit um acht Cent unter den Prognosen des Marktes.

Hintergrund sind eine Reihe von Patentabläufen bei verschiedenen Krebs- und Diabetesmedikamenten. Diese dürften das Wachstum bremsen. BMS wird damit noch stärker abhängig von den Produkten wie Plavix und Avapro, die man von der französischen Sanofi-Synthelabo in Lizenz übernommen hat. Das Blutverdünnungs-Medikament Plavix ist mit 2,5 Mrd. $ Umsatz im vergangenen Jahr inzwischen das zweitwichtigste Produkt für BMS. Das Herzmittel Avapro rangiert mit 750 Mill. $ Umsatz auf Position fünf. Beide Medikamente konnten ihren Umsatz um fast ein Drittel steigern und sollen nach Plänen von BMS auch 2004 deutlich zulegen.

BMS gilt auf Grund seiner engen Verbindung zu Sanofi als natürlicher Interessent für den französischen Konzern. Nicht zuletzt um sich vor einer solchen Übernahme durch einen US-Konzern zu schützen, hat Sanofi Anfang der Woche eine feindliche Offerte für den französischen Konkurrenten Aventis vorgelegt. Mit Sanofi verbindet BMS auch das Risiko, dass das angefochtene Patent für Plavix für ungültig erklärt wird. Ein Urteil dazu wird im zweiten Halbjahr erwartet.

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