Industrie
Sanofi verlegt Sparten nach Berlin

Der Pharmariese Sanofi-Aventis wird das Marketing und den Vertrieb für Deutschland in Berlin konzentrieren. Der Verwaltungs-Standort Bad Soden im Taunus werde aber nicht geschlossen, bestätigte Konzernchef Jean-François Dehecq in Frankfurt.

shf/dpa FRANKFURT/MAIN. Die Vertriebssparte soll der bisherige Sanofi-Deutschland-Chef Yves Wessely leiten. Klar ist auch, dass der frühere Höchst-Manager Heinz-Werner Meier die deutsche Tochter leiten wird, wo der Sitz der künftigen Deutschland- Zentrale des weltweit drittgrößten Pharma- Unternehmens sein wird, ist aber weiterhin offen. Der Konzern ist aus der französischen Sanofi-Synthélabo und der deutsch-französischen Aventis entstanden. Sanofi hatte seine Deutschland-Zentrale in Berlin. Die Verwaltung von Aventis war in Bad Soden angesiedelt. In Bad Soden arbeiten insgesamt knapp 800 Mitarbeiter.

In Deutschland beschäftigt Sanofi-Aventis rund 10 000 Menschen, die meisten davon im traditionsreichen Industriepark Frankfurt- Höchst. Produktion und Forschung sollen dort auch bleiben. Frankfurt sei ein wichtiger Standort des Konzern, sagte Dehecq. Eine Verlagerung in Billiglohnländer werde es mit ihm nicht geben. Nach der Fusion waren Befürchtungen aufgekommen, der Konzern könnte in Deutschland massiv Stellen abbauen. Konkrete Zahlen zum künftigen Stellenplan nannte Dehecq aber nicht.

Dehecq kündigte an, Sanofi- Aventis werde sich künftig auch verstärkt im Bereich der patentfreien Nachahmermedikamente (Generika) engagieren. Man wolle dieses Geschäft sowohl durch internes als auch durch externes Wachstum voranbringen. Dehecq wählt damit eine andere Strategie als die meisten seiner Konkurrenten, die sich bislang vor allem auf innovative und umsatzstarke Produkte konzentrieren. Unter den Top-Unternehmen setzt lediglich die Schweizer Novartis auf Generika. Sanofi erzielte in dem Segment bisher rund 350 Mill. Euro Umsatz, während der Fusionspartner Aventis in diesem Bereich nicht aktiv war.

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