SARS und Dollar belasten Luxusgüterkonzern
Gucci brechen die Gewinne weg

Der weltweit drittgrößte Luxusartikel-Konzern Gucci hat wegen des schwachen Dollar und der Lungenkrankheit Sars einen Gewinnrückgang von 97 Prozent verbucht.

Reuters AMSTERDAM. „Alles, was falsch laufen konnte, ist falsch gelaufen“, sagte Gucci-CEO Domenico de Sole am Mittwoch zu den Ergebnissen des ersten Quartals. Der an der Amsterdamer Börse gelistete Konzern mit italienischen Wurzeln gab einen Nettogewinn von 1,2 Millionen Euro nach 35,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum an. Analysten hatten mit einem Rückgang von 22 Prozent auf 27,6 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz fiel um 6,7 Prozent auf 567,1 Millionen Euro.

Der schwache Dollar habe den Wert der Verkäufe in den USA geschmälert, teilte Gucci mit. Zudem habe Sars zu einem Rückgang der Einnahmen in Asien geführt. Für das zweite Halbjahr werde eine Besserung erwartet. De Sole sagte dem Sender CNBC, in den vergangenen zwei Monaten habe sich das Geschäft deutlich verbessert. Er sehe 2004 recht optimistisch entgegen.

Gucci-Aktien präsentierten sich am Mittwoch nahezu unverändert, während die Titel des Mutterkonzerns, des französischen Einzelhändlers Pinault-Printemps-Redoute (PPR), zunächst um zwei Prozent fielen. „Wir haben immer gesagt, dass wir langfristig in Gucci investieren werden, nicht nur für ein Quartal“, sagte eine PPR-Sprecherin in Paris. „Wir sind immer noch zuversichtlich, dass es gut ist, im Luxusgeschäft zu sein und dass es langfristig gesehen schneller wächst als die Wirtschaft.“

Gucci ist berühmt für seine Ledertaschen, die die Initialen des Gründers Guccio Gucci tragen. In Großbritannien geriet die Marke in diesem Jahr wegen eines Werbespots in die Kritik, in dem eine leichtbekleidete Dame mit einem in ihre Schamhaare rasierten „G“ gezeigt wurde. Die beiden größten Hersteller von Luxusartikel sind LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton und Richemont.

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