Saudi-Kampfjet-Affäre
BAE Systems weist Fehlverhalten zurück

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat in der Affäre um ein milliardenschweres Kampfjetgeschäft mit Saudi-Arabien jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen. Nach Medienberichten zu dem Thema hatten die Aktien des Unternehmnes an Wert verloren.

HB LONDON. Die nun umstrittenen Zahlungen an das Land seien mit ausdrücklicher Genehmigung der britischen und saudiarabischen Regierungen geschehen, erklärte BAE Systems am Donnerstag. Britische Medien hatten zuvor berichtet, ein saudischer Prinz habe von der Firma über ein Jahrzehnt hinweg insgesamt rund 1,5 Mrd. Euro im Zusammenhang mit dem bislang größten Waffenexport-Geschäft Großbritanniens erhalten.

Die britische Justiz hatte Bestechungs-Ermittlungen in dem Fall geführt, diese im Dezember jedoch überraschend eingestellt. Dies führte zu massiver Kritik von 130 Organisationen wie Amnesty International oder Transparency International. Auch die OECD äußerte sich besorgt. Großbritanniens Premierminister Tony Blair verteidigte den Stopp der Korruptionsermittlungen auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm erneut mit dem Schutz der diplomatischen Beziehungen zu Saudi-Arabien - einem wichtiger Partner im Kampf gegen islamische Extremisten. Außerdem wären tausende Arbeitsplätze in der britischen Rüstungsindustrie gefährdet gewesen.

BAE Systems wurde vorgeworfen, Vertreter Saudi-Arabiens bestochen zu haben, um sich den milliardenschweren Auftrag über 72 Eurofighter-Kampfjets zu sichern. Laut Medienberichten wollte die Anti-Korruptionsbehörde im Zuge ihrer Untersuchung Schweizer Konten mit angeblichen Verbindungen zur saudischen Königsfamilie unter die Lupe nehmen. BAE-Sytems-Aktien verloren am Donnerstag im freundlichen Marktumfeld in London um 1,6 Prozent an Wert.

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