Saurer und SIG im Visier
Übernahmen in der Schweiz häufen sich

In der Schweiz dreht sich das Übernahmekarussell: In der Nacht zum Mittwoch hat der Industriekonzern Oerlikon mitgeteilt, er habe seinen Anteil am Textilmaschinenhersteller und Autozulieferer Saurer verdoppelt und besitze jetzt knapp 45 Prozent an dem Unternehmen. Gleichzeitig nehmen die Bemühungen um eine Übernahme des Verpackungskonzerns SIG zu.

ZÜRICH. Hier haben die Bieter aus Norwegen – die privat organisierte Ferd-Gruppe gemeinsam mit dem Finanzinvestor CVC – inzwischen mehr als acht Prozent der Aktien eingesammelt und hoffen, noch in diesem Jahr mit ihrem Übernahmeangebot zum Zug zu kommen.

Oerlikon ist bei Saurer allerdings schon deutlich weiter als die Norweger bei SIG. Der Technologiekonzern zeigt sich jetzt bereit, sein Angebot an die verbliebenen Saurer-Aktionäre zu erhöhen und bietet mit 116,50 Schweizer Franken nun sechs Prozent mehr als bisher. Zudem verzichtet Oerlikon auf fast alle Bedingungen, die das Unternehmen vorher noch gestellt hatte – außer der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Zuvor hatte Oerlikon sein Angebot vor allem daran geknüpft, dass das Unternehmen eine Mehrheit von 50,1 Prozent der Aktien angedient bekommt. Oerlikon will durch die Übernahme eine große Schweizer High-Tech-Gruppe schmieden.

Beim Verpackungskonzern SIG sollen die Interessenten Ende dieses Monats eine Gelegenheit bekommen, die Bücher zu prüfen. Bislang ist nur das Konsortium aus Ferd und CVC als Käufer in Erscheinung getreten. Die Gruppe hat vom Finanz-Investor Tito Tettamanti ein Aktienpaket übernommen und ist so in den Besitz von acht Prozent der Aktien des Schweizer Konkurrenten gelangt. Laut SIG soll es noch andere Interessenten für eine Übernahme geben.

Den Reigen der Übernahmen hatte vor ziemlich genau einem Jahr die schwedische Hexagon-Gruppe eröffnet, als sie in der Schweiz den Vermessungsspezialisten Leica Geosystems kaufte. Konzernchef Ola Rollén hatte kürzlich zum ersten Mal Halbjahreszahlen präsentiert, die die Schweizer Neuerwerbung beinhalteten. Das Messtechnikunternehmen Hexagon hat danach den Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt. Die Vorhersage für den Gewinnzuwachs je Aktie im Gesamtjahr hat Hexagon auf „über 15 Prozent“ erhöht.

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