Scania-Aktie legt zu
MAN bestätigt Interesse an Scania

Der deutsche Lastwagen- und Maschinenbauer will sich mit dem schwedischen Konkurrenten zum größten europäischen Nutzfahrzeug-Hersteller zusammenschließen. Doch Volkswagen könnte den Hochzeitswilligen einen Strich durch die Rechnung machen.

HB MÜNCHEN/STOCKHOLM. „Nach Ansicht von MAN gibt es eine überzeugende industrielle Logik für eine solche Kombination“, hieß es in der Mitteilung des Konzerns. Zusammen würden die beiden Unternehmen zur Nummer eins in Europa, dies würde eine bedeutende Grundlage für profitables Wachstum schaffen. Eine weitere Ankündigung dazu sollte in der kommenden Woche erfolgen.

Scania hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, ein Übernahmeangebot von MAN zu erwarten. Zuvor war aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen verlautet, dass MAN eine Übernahmeofferte vorbereite und bereits in den nächsten Tagen unterbreiten könnte. Eine ebenfalls mit dem Vorgang vertraute Person sagte, MAN habe bereits zu den Scania-Anteilseignern Volkswagen und Investor Kontakt gehabt, um sie von einem Angebot zu überzeugen. Die Münchner wollten eine feindliche Übernahme vermeiden.

Der schwedischen Wirtschaftszeitung „Dagens Industri“ zufolge hat die zum Imperium der Industriellen-Familie Wallenberg gehörende Holdinggesellschaft Investor AB MAN als neuen Scania-Eigner bereits akzeptiert und erwägt, ihren Anteil von rund 19 Prozent zu veräußern. Dagegen wolle der andere Scania-Großaktionär Volkswagen, der 34 Prozent an den Schweden hält, sich nicht von seinem Anteil trennen. Investor AB wollte sich bislang nicht zu den Informationen äußern. Auch VW wollte keine Stellung nehmen. Lediglich Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte, er sehe keine Notwendigkeit für einen Verkauf.

An der Börse sorgte eine mögliche Übernahme von Scania durch MAN für Aufregung. Die Anteilsscheine von MAN legten um knapp drei Prozent auf 62,35 Euro zu. Die Aktie des schwedischen Nutzfahrzeugeherstellers setzte ihren Höhenflug vom Dienstag fort sprang schon vor der offiziellen Bestätigung durch MAN in Stockholm um zehn Prozent auf 424,50 Kronen (46 Euro). Der Handel war am Vortag wegen der Gerüchte um eine mögliche Übernahme zeitweise ausgesetzt worden.

Als Vorteile eines möglichen Zusammenschlusses gelten in Branchenkreisen vor allem Einsparungen beim Einkauf von Komponenten, bei der Forschung- und Entwicklung und beim Vertrieb.

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