Scania
Fonds stellt sich im Übernahmekampf gegen VW

Weiterer Dämpfer für Volkswagen im Kampf um Scania: Ein schwedischer Pensionsfonds lehnt das Übernahmeangebot der Wolfsburger ab. Die Frist läuft am Freitag ab – das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
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StockholmGewinnt oder verliert Volkswagen? In der Schlacht um die Komplettübernahme von Scania hat der schwedische Pensionsfonds Alecta VW einen weiteren Rückschlag eingebrockt. Das Angebot von 200 Schwedischen Kronen je Aktie entspreche nicht dem Wert der Lkw-Tochter, teilte der Scania-Aktionär am Mittwoch mit.

Ende März hielt Alecta rund zwei Prozent der Anteile und ist damit drittgrößter Aktionär. „Die Entscheidung war nicht einfach, aber auf längere Sicht schätzen wir es so ein, dass es das ist, was dem Interesse unserer Kunden am meisten dient“, teilte der Pensionsfonds mit.

VW besitzt die Mehrheit an Scania und will sich für umgerechnet 6,7 Milliarden Euro die restlichen Anteile sichern. Die Annahmefrist für das Angebot läuft am Freitag ab. Börsianer gehen davon aus, dass VW nicht die nötige Zustimmung dafür erhalten wird. Das Angebot gilt nur, wenn VW mindestens 90 Prozent der Scania-Anteile einsammeln kann.

Am Vortag hatte der Scania-Aktionär Gamco erklärt, seine Aktien an VW verkaufen zu wollen. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen mit Handelsbanken Fonder und SEB Fonder zwei weitere Minderheitsaktionäre die VW-Offerte annehmen.

Der Erfolg der Offerte könnte nun am Pensionsfonds Swedbank Robur hängen, der sich bislang nicht erklärt hat. Er hält 1,9 Prozent und ist damit viertgrößter Scania-Aktionär. Sollte Swedbank Robur ablehnen, werde es schwer für Volkswagen, sagte DNB-Analyst Christer Magnergard. Der Ausgang der Transaktion sei völlig offen. Theoretisch kann VW auch jetzt noch auf die 90-Prozent-Schwelle verzichten. Nachdem der Wolfsburger Konzern Scania aber von der Stockholmer Börse nehmen will, wofür ein Streubesitz von weniger als zehn Prozent die Voraussetzung ist, bringt ihm ein geringerer Anteil wenig.

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„Zustimmung das geringere Übel“

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  • VW hat es jahrelang ohne "vollen Durchgriff" versucht. Das Ergebnis war unbefriedigend. Damit die Investition in Scania sinnvoll bleibt, ist die Komplettübernahme der sinnvolle Weg.

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