Schadensersatz gefordert
EU-Kommission verklagt Aufzug-Kartell

Die Europäische Kommission hat die Aufzug-Hersteller Thyssen Krupp, Otis, Kone und Schindler auf Schadenersatz verklagt. Die Konzerne hätten überhöhte Preise für Einbau und Wartung von Aufzügen und Rolltreppen in Brüsseler EU-Gebäuden kassiert, erklärte die Kommission am Dienstag.

HB BRÜSSEL. Im Februar vergangenen Jahres waren die Firmen wegen eines Kartells mit einer Geldbuße von fast einer Milliarde Euro bestraft worden. "Die Kommission setzt sich, wo es nur geht, dafür ein, dass sich Opfer wettbewerbswidriger Praktiken vor nationalen Gerichten dagegen wehren", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "In diesem Fall gehen wir mit gutem Beispiel voran."

Die Kommission müsse klagen, weil sie verantwortungsbewusst mit dem Geld der Steuerzahler umgehe, ergänzte der für Verwaltung zuständige EU-Kommissar Siim Kallas. Die Höhe des Schadens, der der EU entstanden ist, wurde nicht beziffert. Den Aufzugherstellern war nachgewiesen worden, sich über Angebote und Preise bei Aufträgen für Aufzüge und Rolltreppen in Krankenhäusern, Bahnhöfen, Einkaufszentren und Bürogebäuden abgesprochen zu haben. Um einem Konkurrenten den Auftrag zu verschaffen, hätten die anderen Anbieter bei Ausschreibungen gezielt überhöhte Preise verlangt. Dies ging zu Lasten von Kunden in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg.

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