Schadensersatz, Klagechancen, Verjährung Was VW-Dieselkunden jetzt wissen müssen

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Auch im Ausland könnten Verbraucher-Klagen zunehmen

Zu den etwa 7000 deutschen Verfahren kommen noch einige Hundert aus anderen europäischen Ländern dazu. „Im Vergleich zur Situation in Deutschland ist das eine extrem niedrige Zahl“, heißt es dazu aus der Wolfsburger Konzernzentrale.

Die Umrüstung der manipulierten Dieselfahrzeuge ist nur in Deutschland, Österreich, Finnland und Portugal vorgeschrieben. In der Bundesrepublik klagen viele Autofahrer gerade deshalb, weil sie befürchten, dass ihre Fahrzeuge nach der Umrüstung Schaden nehmen würden. In den meisten anderen Ländern gibt es den rechtlichen Zwang zur Umrüstung nicht, etliche Autofahrer verzichten deshalb einfach darauf – und fallen auch als mögliche Kläger aus.

Das sind die Bestseller von VW
Platz 10: VW Up - 158.795 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz zehn: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Quelle: VW Konzernbericht 2017

Platz 9: VW Gol – 203.148 verkaufte Fahrzeuge
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Der Kleinwagen wird speziell für den lateinamerikanischen Markt gebaut und ist dort eines der erfolgreichsten Autos überhaupt. 2017 konnte Volkswagen den Absatz deutlich steigern.

Platz 8: VW Santana - 293.313 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 7: VW Bora - 334.900 verkaufte Fahrzeuge
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen.

Platz 6: VW Lavida - 507.574 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Passat/Magotan - 660.996 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

Platz 4: VW Polo – 755.506 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der deutsche Kleinwagen-Klassiker dominiert die Neuzulassungsstatistiken oft Monat für Monat in Folge. 2017 präsentierte VW-Markenvorstand Herbert Diess die neueste Variante des Polo.

Die niedrige Zahl an Verfahren in anderen europäischen Staaten kann sich allerdings noch deutlich erhöhen. In einigen Ländern wie Italien und Großbritannien können sich vom Dieselskandal betroffene Autofahrer zu den vor allem aus den USA bekannten Sammelklagen zusammenschließen. Im Moment ist allerdings noch offen, ob es in einzelnen Ländern wirklich dazu kommt.

In den USA sind zwei große Sammelklagen mit mehr als 400.000 Dieselkunden bereits abgeschlossen worden. Volkswagen hat dafür einen Entschädigungstopf mit mehr als zehn Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Es gibt allerdings keinen rechtlichen Zwang, sich einer solchen Sammelklage anzuschließen. Einzelne VW-Kunden können auch allein versuchen, ihre Ansprüche vor einem US-Gericht durchzusetzen. Nach VW-Angaben ist die Zahl dieser Einzelklagen allerdings extrem niedrig. Angeblich sollen es nur einige Hundert sein.

Der wichtigste Dieselmarkt für Volkswagen ist Europa. Nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals hatte der Wolfsburger Konzern den Verkauf von Fahrzeugen mit Selbstzünder-Aggregat in Nordamerika eingestellt. In anderen Regionen der Welt spielt der Diesel bei Pkw so gut wie keine Rolle. Deshalb ist VW keinen weiteren größeren rechtlichen Risiken ausgesetzt.

Wegen der Dieselaffäre hat der VW-Konzern bislang Rückstellungen von mehr als 25 Milliarden Euro gebildet. Rechtsrisiken aus Europa sind darin kaum enthalten. Weil Volkswagen keine neuen rechtlichen Belastungen erwartet, soll es auch keine weiteren Rückstellungen geben.

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