Schadensersatz-Streit
Repsol dreht Argentinien das Gas ab

Im April hat Argentinien YPF verstaatlicht - ein Tochterunternehmen des spanischen Ölkonzerns Repsol. Der wehrt sich seither mit allen Mitteln: Nach Klage und Anrufung der Weltbank geht es nun ans Eingemachte.
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Buenos AiresNach der Zwangsverstaatlichung eines Tochterunternehmens hat der spanische Ölkonzern Repsol Verträge zur Belieferung Argentiniens mit Flüssigerdgas aufgekündigt.

Das geht aus Dokumenten hervor, die Reuters am Freitag vorlagen. In einem vom 17. Mai datierten Schreiben wirft Repsol dem argentinischen Staatskonzern Enarsa vor, den Vertrag gebrochen zu haben.

Argentinien ist von den Flüssigerdgas-Importen abhängig, um 20 bis 30 Prozent seines inländischen Erdgasverbrauchs zu decken. Das südamerikanische Land muss sich nun schnell nach einem neuen Lieferanten umschauen, um Engpässe zu vermeiden.

Im Kampf um milliardenschweren Schadenersatz von Argentinien wegen der Zwangsverstaatlichung seiner Tochter YPF hat Repsol bereits die Weltbank eingeschaltet.

Repsol startete bei der Organisation das dazu erforderliche Schlichtungsverfahren, das sich über Jahre hinziehen kann. Repsol fordert von Argentinien mehr als zehn Milliarden Dollar.

Vergangenen Monat beschloss die Regierung in Buenos Aires, 51 Prozent der Anteile an der argentinischen YPF zu übernehmen. Zuvor gehörten Repsol 57 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Na, da kann Argentinien aber lange suchen. Ohne Vorkasse wird sich wohl Händler bereiterklären, auch nur einen Kubikmeter GAs zu liefern. Die Verstaatlichung war ein Rohrkrepierer. Besser wäre es gewesen, YPF per Gesetz in ein Joint Venture zu zwingen und dem spanischen Eigentümer eine angemessene Verzinsung seiner Einlage zu gewähren. Damit hätte man sowohl den übermäßigen Abfluss von Gewinnen verhindern als auch Investitionssicherheit gewähren können.

  • Wer eine solche Regierung hat wie die Argentinier, der braucht jedenfalls keine Feinde mehr. Mit seinen Politikern schaufelt sich das Land sein eigenes Grab.

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