Schadensersatz
US-Hedgefonds hält an Klage gegen Porsche fest

Der US-Hedgefonds Elliott Associates beharrt auf seiner Schadensersatzklage gegen den deutschen Sportwagenbauer Porsche. Im Zuge des Verfahrens wurde eine weitere Stellungnahme eingereicht. Porsche hingegen arbeitet auf eine Abweisung der Klage hin.
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HB DÜSSELDORF. Neuer Ärger für Porsche: Der Sportwagenbauer und Volkswagen können sich einem Zeitungsbericht zufolge keine Hoffnung auf ein schnelles Ende der juristischen Auseinandersetzungen in den USA machen. Eine Investorengruppe um den Hedgefonds Elliott Associates beharre darauf, dass dem Sportwagenbauer und seinen früheren Top-Managern in den USA der Prozess gemacht wird, berichtete die "Berliner Zeitung".

Das gehe aus einem Schriftsatz hervor, der der Zeitung vorliege. Porsche habe zuvor bei dem zuständigen New Yorker Bezirksgericht beantragt, die Klage abzuweisen, weil weder Porsche noch VW in den USA börsennotiert sind. Dabei beriefen sich die Anwälte auf eine Grundsatzentscheidung des höchsten US-Gerichts aus diesem Frühjahr, bei dem allerdings weder die Kläger noch die Beklagten in den USA ansässig waren. Im Fall Porsche stammten dagegen alle 17 Kläger aus den USA.

Eine juristische Aufarbeitung der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und Porsche könnte deren für 2011 geplanten Zusammenschluss verzögern. Volkswagen werde nicht das Risiko eingehen, für mögliche Vergehen des ehemaligen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking und seines Finanzvorstands Holger Härter eintreten zu müssen, erklärten Experten.

Die klagenden Hedgefonds fühlen sich vom früheren Porsche-Management hinters Licht geführt und fordern Schadensersatz in Milliardenhöhe. Porsche hatte mit riskanten Finanztransaktionen versucht, den deutlich größeren Wolfsburger Autokonzern zu übernehmen. Allerdings hatten sich die Porsche-Manager am Schluss verspekuliert, Porsche drohte unter der Schuldenlast zusammenbrechen - und Volkswagen konnte den Spieß umdrehen. Viele Investoren sehen sich von Wiedeking und Härter getäuscht, weil diese die Anteilsverhältnisse von Porsche an VW lange geheim gehalten und damit die Finanzmärkte im Unklaren über ihre Absichten gelassen haben sollen.

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