Schadensersatz wegen Krebserkrankung
Daimler-Chrysler zu Millionenzahlung verurteilt

Wegen Erkrankung eines ehemaligen Arbeiters in einem Zulieferbetrieb wurde Daimler-Chrysler nun von einem New Yorker Gericht zu 20 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Der deutsche Automobilhersteller will das allerdings nicht ohne weiteres hinnehmen.

HB NEW YORK. Die Jury des Obersten Gerichts in Manhattan gab dem deutsche Unternehmen eine Teilschuld dafür, das der 73-jährige Kläger Alfred D'Ulisse aufgrund der Asbest-Belastung bei einem Bremsenhersteller an Krebs erkrankte. Dem Patienten musste deswegen die rechte Lunge entfernt werden.

Der Frau des Klägers wurden zusätzlich fünf Mill. Dollar zugesprochen, wie der Klägeranwalt Jerry Kristal am Montag mitteilte. Daimler-Chrysler wies das in der vergangenen Woche gefällte Urteil in einer Erklärung als wissenschaftlich unbegründet zurück und äußerte sich zuversichtlich, dass es in der nächsten Instanz gekippt werde.

Das Gericht gab Daimler-Chrysler zwar nur eine Mitschuld von zehn Prozent - ebenso wie zwei weiteren Automobilherstellern, die aber bereits einen Vergleich mit dem Kläger geschlossen haben. Zwei inzwischen nicht mehr bestehende Hersteller von Asbest-Dämmstoffen wurde eine Schuld von jeweils 35 Prozent zugesprochen. Weil die Jury befand, dass Daimler-Chrysler ohne Rücksicht auf die Sicherheit von anderen gehandelt habe, muss das Unternehmen nach einem Gesetz des Staates New York auch für deren Anteile aufkommen. Der Kläger arbeitete von 1960 bis 1964 in dem asbestverseuchten Zulieferbetrieb.

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