Schaeffler Autozulieferer profitiert von weniger Schuldendienst

Schaeffler hat im ersten Halbjahr den Gewinn um fast zwei Drittel gesteigert. Das lag auch an dem Abbau von Schulden im Vorjahr. Operativ geht es für den Autozulieferer jedoch ebenfalls aufwärts.
Vor allem im Fernen Osten laufen die Geschäfte gut. Quelle: dpa
Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach

Vor allem im Fernen Osten laufen die Geschäfte gut.

(Foto: dpa)

MünchenDer Autozulieferer Schaeffler hat im ersten Halbjahr wegen gesunkener Finanzierungskosten deutlich mehr verdient. Der Überschuss kletterte binnen Jahresfrist um fast zwei Drittel auf 494 Millionen Euro, wie die Franken am Donnerstag mitteilten. Im Vorjahr hatte Schaeffler Anleihen vorzeitig abgelöst, was das Finanzergebnis seinerzeit besonders belastet hatte, längerfristig aber den Schuldendienst drückten.

Aber auch operativ ging es für die Herzogenauracher aufwärts. Im ersten Halbjahr kletterten die Einnahmen währungsbereinigt um drei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) legte um fünf Prozent auf 859 Millionen Euro zu. Vor allem im Fernen Osten seien die Geschäfte zuletzt gut gelaufen.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld seine Prognose. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Jahr 2016 gut erreichen“, sagte er. Der Umsatz solle demnach währungsbereinigt um drei bis fünf Prozent zulegen und die operative Marge zwölf bis 13 Prozent erreichen. Zuletzt lag sie bereits bei 12,8 Prozent.

  • rtr
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