Schaeffler

Industriesparte schafft es aus der Talsohle

Umsatz und Gewinn sind in der Industriesparte von Schaeffler im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Auch die Geschäfte mit Öl- und Gaspumpen liefen zuletzt besser. Die Automobilsparte verlor dafür an Dynamik.
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Der wachsende Preisdruck der Autoindustrie hat im ersten Halbjahr den Gewinn des Autozulieferers Schaeffler deutlich geschmälert. Quelle: dpa
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Der wachsende Preisdruck der Autoindustrie hat im ersten Halbjahr den Gewinn des Autozulieferers Schaeffler deutlich geschmälert.

(Foto: dpa)

HerzogenaurachDer Schaeffler-Konzern kommt beim Umbau seiner lange Zeit schwachen Industriesparte voran. Umsatz und Gewinn seien in diesem Bereich im ersten Halbjahr deutlich gewachsen, berichtete das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach.

Während der Umsatz mit Industrie-Zulieferungen wie Maschinenteilen um 4 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro stieg, lag der operative Gewinn (Ebit) mit 136 Millionen Euro sogar um fast 10 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Vor allem das Geschäft mit Öl- und Gaspumpen lief wieder besser. Aber auch Industriegetriebe und Lager für Werkzeugmaschinen seien stärker gefragt, berichtete ein Sprecher.

Das sind die größten Autozulieferer der Welt
Platz 10: Faurecia
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Der Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die Franzosen kletterten im Ranking in diesem Jahr um einen Rang nach oben, obwohl es beim Umsatz um 0,3 Prozent nach unten ging. Der Umsatz betrug 2016 insgesamt 18,7 Milliarden Euro.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 9: Michelin
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Die vor allem für ihre Reifen bekannte Firma aus Frankreich machte 2016 insgesamt 20,9 Milliarden Euro Umsatz. Das bedeutet ein Minus von 1,4 Prozent. Dennoch reicht es für die Top Ten der größten Automobilzulieferer der Welt.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Die Japaner, ebenfalls vor allem für ihre Reifen bekannt, bleiben trotz eines Minus von 6,7 Prozent auf dem achten Platz der Rangliste. Der Umsatz betrug zuletzt 22,5 Millionen Euro.

Platz 7: Aisin
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Die zweite japanische Firma in den Top Ten: Aisin, das zur Toyota-Gruppe gehört, darf sich über ein Plus von 15,9 Prozent freuen. Damit lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 28 Milliarden Euro.

Platz 6: Hyundai Mobis
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Obwohl die Koreaner, die Hyundai und Kia beliefern, ein Plus von 7,6 Prozent machten, fielen sie um einen Rang zurück. Der Umsatz betrug 30,2 Milliarden Euro.

Platz 5: ZF Friedrichshafen
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Der Stiftungskonzern vom Bodensee konnte Hyundai Mobis überholen, denn das Umsatzplus betrug zuletzt 19,3 Prozent. Der gesamte Umsatz für das Jahr 2016 beläuft sich auf 32,353 Milliarden Euro.

Platz 4: Magna
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Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer verzeichnete jüngst ein Umsatzplus von 17,6 Prozent. Mit einem Erlös von 34.587 Milliarden Euro verharrt Magna auf dem vierten Rang.

Der Schaeffler-Vorstand hatte in den vergangenen beiden Jahren mit einem massiven Personalabbau auf Umsatzeinbrüche in der Industriesparte reagiert. Rund 1000 Jobs hatte das Unternehmen in diesem Bereich weltweit gestrichen.

Etwas an Dynamik verliert inzwischen auch der langjährige Umsatztreiber des MDax-Unternehmens, die Automobilsparte. Zwar wuchs der Umsatz hier im ersten Halbjahr weiter um 5,3 Prozent auf 5,455 Milliarden Euro. Der hohe Preisdruck in der Autoindustrie und Lieferengpässe im lukrativen Ersatzteilgeschäft drückten allerdings das operative Ergebnis um 10,6 Prozent auf 657 Millionen Euro.

  • dpa
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