Schaeffler

Starke Nachfrage schiebt Zulieferer an

Der Boom auf dem chinesischen Automarkt beflügelt auch den Zulieferer Schaeffler. Der Konzern steigerte seinen Umsatz zu Jahresbeginn um mehr als zwei Prozent. Allerdings schwächelt die Industriesparte.
Der Zulieferer macht glänzende Geschäfte mit der Autoindustrie. Quelle: dpa
Schaeffler

Der Zulieferer macht glänzende Geschäfte mit der Autoindustrie.

(Foto: dpa)

MünchenGlänzende Geschäfte mit der Autoindustrie haben den Zulieferer Schaeffler zu Jahresbeginn angeschoben und die Schwäche in der Industriesparte abgemildert. Im Startquartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 2,4 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro zu, wie der fränkische Konzern und Continental-Großaktionär am Donnerstag berichtete.

Vor allem die starke Nachfrage aus China, von lokalen wie von westlichen Fahrzeugbauern, sorgte für Schub. Im weltgrößten Pkw-Markt wuchs Schaeffler einem Sprecher zufolge währungsbereinigt um 17 Prozent. In der Industriesparte, die weniger als ein Viertel zum Gesamtumsatz beisteuert, sanken die Erlöse. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach hier um 46 Prozent ein, während es in der Autosparte um 8,5 Prozent zulegte.

Im gesamten Konzern ging das Ebit im ersten Quartal um drei Prozent auf 421 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 51,5 Prozent auf 253 Millionen Euro. Dies sei vor allem auf das deutlich verbesserte Finanzergebnis zurückzuführen, sagte Finanzvorstand Ulrich Hauck. Vor einem Jahr hatten hier Einmalkosten im Zusammenhang mit der vorzeitigen Ablösung von Anleihen ins Kontor geschlagen.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr bestätigte Schaeffler die Prognose, wonach der Umsatz währungsbereinigt um drei bis fünf Prozent zulegen soll. Bei der Rendite (Ebit-Marge) wird ein Wert zwischen 12 und 13 Prozent angepeilt. In den ersten drei Monaten betrug sie 12,6 Prozent, nach 13,0 Prozent vor Jahresfrist.

Mit einem Plus von 2,6 Prozent war die Schaeffler-Aktie größter Gewinner im Kleinwerteindex SDax.

  • rtr
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