Schalke-Sponsoring zur Imagepflege
Gazprom geht in die Offensive

Für den russischen Energieriesen Gazprom ist das Engagement beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 Teil einer langfristig angelegten Imagekampagne. Der Konzern versucht aus den negativen Schlagzeilen zu geraten – und bereitet ein stärkeres Engagement im Vertrieb an Endkunden vor.

DÜSSELDORF. „Einen besseren Partner als Schalke 04 hätten wir kaum finden können, um unsere Bekanntheit in Deutschland nachhaltig positiv zu steigern“, sagte der Deutschland-Chef des Gaskonzerns, Hans-Joachim Gornig, bei der Vertragsunterzeichnung in Dresden. „Der Pott ist der Schmelztiegel der deutschen Energiewirtschaft – und da gehört die Gazprom hin.“

Der Konzern kämpft in Westeuropa – und speziell in Deutschland – mit massiven Imageproblemen. Vor allem der Streit mit der Ukraine zu Jahresbeginn, als das Unternehmen dem Nachbarn zwischenzeitlich den Gashahn zudrehte und dadurch auch die Lieferungen nach Westeuropa beeinträchtigt wurden, haben Politiker, Verbraucher und Investoren verunsichert. Branchenexperten kritisieren die Marktmacht des Unternehmens, dass über ein Viertel der weltweiten Gasreserven verfügt und ein Drittel des deutschen Gasbedarfs deckt.

„Das Sponsoring bei Schalke ist in erster Linie eine vertrauensbildende Maßnahme“, sagt ein Kenner des Unternehmens. Die Russen würden mit Nachdruck an ihrem Image arbeiten. Dieses Leuchtturmprojekt sei ein erster Schritt, um präsenter im Markt zu werden und zu zeigen, dass man dem deutschen Markt eine große Bedeutung beimesse.

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