Scharfe Kritik an Zulieferern
Mercedes-Chef Cordes droht Zulieferern

Mercedes reicht den Druck nach der größten Rückrufaktion an die Zulieferer-Betriebe weiter. Eckhard Cordes kündigte Stichprobenprüfungen an.

HB BERLIN. Der Chef der Mercedes-Sparte von Daimler Chrysler, Eckhard Cordes, hat auf die größte Rückrufaktion der Unternehmensgeschichte reagiert. In einem Schreiben an mehrere hundert Schwerpunktlieferanten drohte der Mercedes-Chef Konsequenzen für den Fall an, dass bei Stichprobenprüfungen Fehler entdeckt werden sollten, berichtet die «Automobilwoche».

Vor allem die Hersteller von Bauteilen, «die innerhalb der letzten Wochen wiederholt beanstandet wurden, zu Sortieraktionen geführt haben oder im Rahmen der Lieferantenbewertung auffällig geworden sind», habe Mercedes im Blick, heißt es dem Blatt zufolge in dem Brief.

Einkaufschef Harald Bölstler hatte auf einem Lieferantenkongress, zu dem Mercedes kürzlich die Geschäftsführer der Systemanbieter geladen hatte, einige Zulieferer sogar sehr scharf kritisiert. «Der Ton ist rauer geworden, es wird nun mit harten Bandagen gekämpft», sagte ein Teilnehmer.

Wegen massiver Qualitätsprobleme hatte Mercedes im Frühjahr weltweit rund 1,3 Millionen Fahrzeuge zur Überprüfung von Elektronik und Bremsen in die Werkstatt zurückgerufen.

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