Schering-Übernahme
Grünes Licht für Bayer

Der Bayer-Konzern darf das Berliner Pharma-Unternehmen Schering übernehmen. Die EU-Kommission hat die Transaktion mit einem Wert von 16,5 Milliarden Euro am Mittwoch in Brüssel genehmigt. Auflagen wurden nicht gemacht.

HB BRÜSSEL. Die Produktpalette der Unternehmen ergänze sich weit gehend, berichtete die Kommission nach einer vierwöchigen Untersuchung. Hohe gemeinsame Marktanteile gebe es nur in Portugal, Irland und Österreich bei verschreibungspflichtigen Mitteln für Pilzerkrankungen. Der freie Wettbewerb in der Union werde aber dadurch nicht beeinträchtigt. Der neue Verbund sei aber einer Reihe von starken Konkurrenten konfrontiert.

Der Leverkusener Chemiekonzern bietet nach früheren Unternehmensangaben 86 Euro je Aktie. Die künftige "Bayer-Schering - Pharma" wird mit einem Jahresumsatz von neun Mrd. Euro deutscher Marktführer sein. Schering hatte vor dem Bayer-Angebot eine Attacke des Pharmaherstellers Merck abgewehrt.

Die Pharma-Sparten von Bayer und Schering sind ähnlich ausgerichtet. Schering ist mit Verhütungsmitteln, Hormonmedikamenten und Präparaten gegen Multiple Sklerose ein Nischenanbieter. Bayer konzentriert sich inzwischen ebenfalls auf wenige Spezialgebiete, etwa auf Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Bluterkrankheit und Krebs. Die Übernahme gefährdet rund 6000 Arbeitsplätze.

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer bietet nach früheren Angaben 86 Euro je Aktie. Die künftige "Bayer-Schering - Pharma" wird mit einem Jahresumsatz von neun Mrd. Euro im reinen Pharma-Geschäft deutscher Marktführer sein. Schering hatte vor dem Bayer-Angebot eine Attacke des Pharmaherstellers Merck abgewehrt. Die EU-Kommission prüft Zusammenschlüsse von Unternehmen, wenn diese einen gemeinsamen Jahresumsatz von mehr als fünf Mrd. Euro haben. Mit Schering will Bayer zu den zehn führenden Unternehmen bei Spezial-Pharmazeutika aufrücken.

In den USA liege die Freigabe bereits seit dem 21. April 2006 vor, betonte der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern. Eine weitere Bedingung, unter der das Übernahmeangebot jetzt noch steht, ist das Erreichen der Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent bis zum 31. Mai 2006. Bayer-Chef Werner Wenning warb am Mittwoch erneut für die Annahme des Angebots. Wird die Mindestannahmeschwelle erreicht, will Bayer den verbleibenden Schering-Aktionären eine weitere Frist vom 9. bis 22. Juni geben, um sich so auch die restlichen Anteile zu sichern

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