Schienenkartell
Voestalpine findet weitere Bordellrechnungen

Knapp 60 weitere Rechnungen aus dem Rotlichtmilieu hat Schienenhersteller Voestalpine gefunden. Während der Besuche sollen Preise und Mengen für Schienenverkäufe abgesprochen worden sein.
  • 4

FrankfurtDer Industriekonzern Voestalpine hat weitere Besuche seiner Mitarbeiter in Erotik-Nachtclubs festgestellt. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Dienstagsausgabe. Bei einer internen Untersuchung seien weitere 58 dem Rotlichtmilieu zuzuordnende Spesenabrechnungen gefunden worden.

Ein Konzernsprecher habe die Zahl bestätigt. In Summe handele es sich um einen Betrag von rund 68.000 Euro, die von einem ehemaligen Geschäftsführer der deutschen Tochter Voestalpine Kloeckner Bahntechnik (VAKB) sowie von vier weiteren Beschäftigten über die Firma abgerechnet worden seien. Die Rechnungen stammten unter anderem von dem Berliner Nobelbordell „Bel Ami“.

Ein Sprecher bekräftigte, dass die Abrechnungen gegen die Firmenrichtlinien seien. Der Konzern prüfe, ob das Geld von den Mitarbeitern zurückgefordert werden kann. Von den fünf Betroffenen hätten Voestalpine inzwischen vier verlassen, wie der Sprecher sagte.

Das Handelsblatt hatte in der vergangenen Woche bereits über 35 Rotlichtabrechnungen des ehemaligen VAKB-Geschäftsführers berichtet. Voestalpine betonte, dass man den Vorwürfen nachgehe und keine Verfehlungen dulde.

Im Umfeld der Nachtclub-Besuche sollen früheren Angaben zufolge auch Preise und Mengen für den Verkauf von Schienen abgesprochen worden sein. Die Behörden ermitteln seit vergangenem Sommer gegen das sogenannte Schienenkartell, das im Kern aus Thyssen-Krupp und Voestalpine bestand. Voestalpine bekräftigte, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Bordellbesuchen und dem Schienenkartell gebe.

Kommentare zu " Schienenkartell: Voestalpine findet weitere Bordellrechnungen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Trennungsunterahlt ->

    FUER SEXUELLE GEFAELLIGKEITEN
    UND BABYSTITTEN OHNE AUFTRAG

    <- passt 2x27 Zeichen genau auf den Überweisungsträger!

  • Wie war es verbucht als "Ehegattinennunterhalt" oder geldwerter "Steuervorteil durch nicht-Scheinehe" (vulgo: schnaggserln)?

  • Herr Voestalpine CEO Wolfgang Eder, hat wohl excellente Verbindungen zur EU in Brüssel. Er setzt Thyssen-Krupp und Salzgitter AG unter Druck mit Hilfe von Brüsseler Planwirtschafts-Denken und Markteingriffen mittels Subventionen. Das ist Manipulation zum Schaden von deutscher Industrie ! Frau Merkel schaut wieder weg, SIE SOLL SICH MAL FÜR DEUSTCHE INTERESSEN EINSETZEN. AUCH IN BRÜSSEL.

    Wenn mittels deutschem Steuergeld in der EU zum NACHTEIL DEUTSCHER WIRTSCHAFT SUBVENTIENIERT WIRD ist das Verrat an deutschem Steuergeld und den Interessen Deutschlands. AUsserdem ist es wettbewerb-verzerrend. Salzgitter und Thyssen-Krupp wirtschaften erfolgreich und ohne "Markt-Eingriffe" Stolper-Steine der EU-Planwirtschaft.

    "The Financial Times Deutschland said that Germany’s biggest steelmakers ThyssenKrupp’s Head of Steel Edwin Eichler and Salzgitter Chief Executive Officer Heinz Joerg Fuhrmann wrote in a letter that they disagree with Voestalpine CEO Wolfgang Eder, who said steel capacity in Europe is as much as 60 million tonnes more than supply,

    Mr Eder, also head of the Eurofer lobby, earlier called for a European wide restructuring plan to reduce excess capacity.

    Source - Bloomberg
    (www.steelguru.com)"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%