Schienennetz
Bahn-Beschäftigte fürchten Nachteile bei Börsengang

Die Arbeitnehmervertreter der Deutschen Bahn fürchten einen Börsengang ihres Unternehmens ohne Schienennetz. Der Konzernbetriebsrat warnt vor negativen Folgen für den gesamten Schienenverkehr.

HB BERLIN. Wie die Gewerkschaft Transnet am Samstag in Berlin mitteilte, schreibt der Betriebsrat in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten, „dass angesichts der leeren öffentlichen Kassen die notwendige Modernisierung und Weiterentwicklung des Netzes deutlich verlangsamt wird“. Dabei seien aber weitere Innovationen nötig.

Der Hauptgeschäftsführer des Bahnindustrieverbandes, Michael Clausecker, forderte die Politik auf, eine Entscheidung zu treffen, die „auf lange Sicht faire Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene für alle Anbieter schafft“. Außerdem müsse unverzüglich entschieden werden, sagte er in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ (Samstag).

Die Gewerkschaften hatten am vergangenen Mittwoch die Verhandlungen über den Beschäftigungssicherungsvertrag bei der Bahn für gescheitert erklärt und für den 28. September erste Warnstreiks angekündigt. An diesem Tag findet auch die nächste Sitzung des Lenkungsausschusses von Bundesregierung und Koalitionsarbeitsgruppen statt. Dabei geht es auch um die anstehende Entscheidung, ob das Gleisnetz bei der Bahn-Privatisierung ausgenommen wird. Bis dahin sind nach den Worten von Koalitionspolitikern noch viele Einzelheiten und vertragliche Bedingungen zu klären.

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