Schienenverkehr
China will Hochgeschwindigkeits-Strecke im Alleingang bauen

Die Volksrepublik hat angekündigt, beim Bau der geplanten Hochgeschwindigkeits-Strecke zwischen Peking und Schanghai auf ausländische Technologie zu verzichten. In ersten Meldungen war von einer Transrapid-Trasse die Rede; doch tatsächlich geht es um klassische Schienen.

HB PEKING. China will bei seiner 1 300 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Schanghai auf ausländische Technologie verzichten. Er sei zuversichtlich, dass die Bahntrasse „mit den Bemühungen unserer eigenen Ingenieure und Techniker“ fertig gestellt werden könne, wurde Eisenbahnminister Liu Zhijun am Donnerstag von der staatlichen Zeitung „China Daily“ zitiert. Um eine Beteiligung an dem milliardenschweren Projekt haben sich Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Japan beworben. Ob ausländische Unternehmen am Bau selbst beteiligt werden, ließ der Minister offen.

Die einheimische Technologie werde aber verschiedene Elemente der ausländischen integrieren, sagte Liu dem Blatt weiter, ohne genauere Einzelheiten zu nennen. China sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, Technik zu klauen. Doch kaum ein ausländisches Unternehmen wagt sich aus der Deckung, weil die meisten um Aufträge fürchten.

Die Arbeiten an der Strecke könnten „China Daily“ zufolge Ende des Jahres beginnen. Das umgerechnet mehr als 20 Mrd. Euro teure Projekt soll möglichst bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking beziehungsweise rechtzeitig zur Expo 2010 in Schanghai fertig sein. Damit soll sich die Fahrtzeit von derzeit 13 auf weniger als 5 Stunden verkürzen. Dem Zeitungsbericht zufolge will China in den kommenden vier Jahren rund 100 Mrd. Euro in den Ausbau seines Hochgeschwindigkeitsnetzes investieren.

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