Schiffbau
Meyer-Werft erwartet starke Konkurrenz aus China

Der Alleininhaber der Papenburger Meyer Werft, Bernard Meyer, ist über Chinas Vormarsch in der internationalen Werftenindustrie beunruhigt.
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DüsseldorfChina ist seit 2010 der größte Schiffbauer der Welt und hat das Ziel fünf Jahre früher als geplant erreicht. Sogar die internationale führende Stellung der Meyer Werft beim Bau von Luxuslinern sieht Meyer bedroht: "In China gibt es bereits 200 Millionen wohlhabende Menschen - ein Potenzial, in dem Kreuzfahrt beginnen kann. Und die Chinesen werden die Schiffe dafür selber bauen wollen - sie brauchen uns nicht", sagte der Werftunternehmer im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Anders die meisten deutschen Werften steht die emsländische Werft glänzend da. Der jüngste Abschwung in der Branche ist an dem mehr als 200 Jahre alten Familienunternehmen vorbeigegangen, gerade erst konnte Meyer einen weiteren Großauftrag der Reederei Royal Carribean Line ergattern. Trotzdem bleibt Meyer auf der Hut: "Die Auswirkungen der Krise werden wir erst 2013 und 2014 spüren", sagte er. Die aktuelle Lage in der Kreuzschifffahrt ähnele der nach den Anschlägen vom 11. September 2011. Damals war "unsere Branche sogar noch stärker betroffen als heute", sagte Meyer.

Negative Auswirkungen der politischen Unruhen in Nordafrika befürchtet der Familienunternehmer indes nicht: "Der große Vorteil eine Schiffes ist, dass es bei Unruhen einen sicheren Hafen in einem anderen Land ansteuern kann. Ein Hotel kann das nicht."

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