Schifffahrt-Branche
Milliardenplan für den Ausbau der Häfen

Trotz schwieriger Lage zweifelt die Schifffahrt-Branche nicht an ihren langfristigen Wachstumsmöglichkeiten. Ein von Bundesverkehrsminister Tiefensee vorgelegtes Konzept sieht zahlreiche Ausbauprojekte für eine bessere Vernetzung der See- und Binnenhäfen vor. Nun sorgt mit dem geplanten Elbausbau ausgerechnet ein Hamburger Evergreen für Unmut.

DÜSSELDORF. In der sonst eher von diplomatischem Ton geprägten Hansestadt Hamburg dürfte es mit der Ruhe bald vorbei sein. Stattdessen droht ordentlicher Krach. Denn die Bagger rücken an. Die Vertiefung der Elbe beginnt möglicherweise noch in diesem Jahr - das geht jedenfalls aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor, sagte der Hamburger Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke (CDU).

Dabei sind die Anhörungen zu den über 7 000 Einwendungen gegen den Ausbau, der größeren Schiffen als bislang die Zufahrt zum Hamburger Hafen ermöglichen soll, noch gar nicht beendet. Umweltverbände, Kommunalpolitiker und Bürgervereine laufen Sturm gegen das Riesenprojekt.

Die Vertiefung der Elbe ist eines der zentralen Projekte des Nationalen Hafenkonzepts der Bundesregierung, das gerade von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) vorgelegt worden ist. Es zeigt, welche politische Brisanz in den geplanten Ausbauprojekten für eine bessere Vernetzung der See- und Binnenhäfen über Straße, Schiene und Wasserwege steckt.

Das Hafenkonzept dient dem Bund als strategischer Leitfaden für seine Hafenpolitik in den kommenden zehn Jahren. Es ist Teil des "Masterplan Güterverkehr und Logistik". Insgesamt sind für die Baggerarbeiten an der Elbe rund 380 Mio. Euro vorgesehen. Der Bund, der für den Fluss außerhalb Hamburgs zuständig ist, trägt davon den Löwenanteil.

Nach dem ersten Erörterungstermin in Sachen Elbvertiefung meldete sich bereits die Umweltschutzorganisation BUND zu Wort. Es gebe Mängel und Kenntnislücken in der Begründung des Bedarfs, bei der Einschätzung der Auswirkungen auf die Umwelt und bei den Fragen des Naturschutzes. Auch seien keine Alternativen oder Ausbauvarianten geprüft worden, die den ökologischen Eingriff in die Elbe verringern würden, bemängelten die Naturschützer. Für die Hafenwirtschaft gibt es dagegen keine Alternative: "Nur so kann die Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens erhalten und ausgebaut werden", erklärte Klaus-Dieter Peters, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg und Chef des größten Hafenbetreibers HHLA.

Seite 1:

Milliardenplan für den Ausbau der Häfen

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%