Schifffahrt
Hamburger Hafen: Talsohle ist erreicht

Der Hafen Hamburg rechnet damit, dass bald der Tiefpunkt der Wirtschaftskrise erreicht sein dürfte. Nur: Selbst wenn es mit der Konjunktur rasch wieder aufwärts gehen sollte, wird sich das in Hamburg nicht so schnell auswirken.
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HB HAMBURG. Im erfolgsverwöhnten Hamburger Hafen rechnen die Unternehmen nicht damit, dass sich bei anziehender Konjunktur die Umschlagzahlen rapide beschleunigen werden. „Die Talsohle scheint erreicht. Aber zweistellige Zuwachsraten gehören der Vergangenheit an“, sagte der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Klaus-Dieter Peters, in Hamburg. Im ersten Halbjahr 2009 war der Containerumschlag um 29 Prozent eingebrochen. Zu Boomzeiten 2008 hatte der Hafen noch gehofft, erstmals den Rekord von zehn Mio. umgeschlagenen Containern (TEU) zu knacken.

Der Hafen-Präsident mahnte die Politik, die Krise für den Ausbau der Infrastruktur - von Elbvertiefung über Hafenquerspange bis Nord- Ostsee-Kanal- zu nutzen. Wenn Infrastrukturdefizite aufgearbeitet würden, werde Hamburg nach dem Anspringen der Weltkonjunktur wieder zu den Gewinnern des Welthandels zählen, meinte Peters. Er erwartet angesichts knapper öffentlicher Kassen auf Bundesebene schwierige Verteilungskämpfe bei der Zuweisung von Mitteln für Infrastrukturprojekte und verlangt, dass sich Politik und Verbände der Hansestadt in Berlin stärker für den Hafen einsetzen.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung müsse die Finanzierung für die seit Jahrzehnten geforderte Hafenquerspange zur Entlastung des innerstädtischen Straßenverkehrs sicherstellen. Der Ausbau des mittleren Freihafens dürfe nicht zu Kapazitätsüberhängen führen, mahnte Peters. Die Umschlagunternehmen hätten bereits heute Reserven, um mehr als 20 Mio. TEU umschlagen zu können.

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