Schlechte Absatzzahlen
Toyota kassiert das Jahresziel in Deutschland

Weltweit laufen die Geschäfte für Toyota rund, doch in Deutschland tun sich die Japaner in diesem Jahr schwer. Im Gespräch mit dem Handelsblatt stellt Toyotas Deutschlandchef Yasuda die eigenen Absatzziele infrage.
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KölnDer weltweite Branchenprimus Toyota tut sich schwer in Deutschland. „Ganz klar, mit der Entwicklung in diesem Jahr bin ich nicht zufrieden“, sagte Toyotas Deutschlandchef Toshiaki Yasuda dem Handelsblatt. Nach der Verkaufsstatistik von zehn Monaten kassierte er nun das Absatzziel für 2013: „Dieses Jahr 80 000 Autos zu erreichen, ist unmöglich. Aus heutiger Sicht rechne ich mit 78 000 Zulassungen für Toyota und Lexus“, so Yasuda.

Damit fällt der Konzern auf das Niveau von 2010 zurück. Mit 2,5 Prozent Marktanteil verfehlt Toyota derzeit sein Ziel, führender Importeur zu werden. Das Importeursranking führt die VW-Tochter Škoda mit 5,3 Prozent Marktanteil an. Der Rivale Hyundai aus Südkorea kommt auf 3,4 Prozent Marktanteil.

Toyota hat auch eigene Fehler gemacht. So konnte der Technikpionier die Nachfrage nach Hybridmodellen, die spritsparend Elektroantrieb und Verbrennungsmotor verbinden, im ersten Halbjahr nicht befriedigen. Die Autos werden zwar in Europa gebaut, die Batteriepacks kommen aber aus Japan. „Der Hybridanteil an unserem Absatz lag bei 40 Prozent, der reale Bedarf eher bei 60 Prozent“, räumte Yasuda ein.

„Wir können nun aber deutlich schneller liefern“, sagte Yasuda. Die Kunden müssen nicht mehr sechs bis neun Monate auf ihren Prius, Auris oder Yaris Hybrid warten, sondern drei bis vier Monate.

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