Schlechte Aussichten
Moodys senkt Prognose für Stahlindustrie

Die Schuldenkrise macht auch vor der europäischen Stahlindustrie nicht halt: Gemeinsam mit den schlechten Konjunkturaussichten schwächt sie die Nachfrage und drückt die Preise.
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DüsseldorfDie Ratingagentur Moody's schätzt die Geschäftsentwicklung der europäischen Stahlindustrie mit Branchengrößen wie ThyssenKrupp und Salzgitter schlechter ein als bislang. Die Agentur senkte am Montag ihren Ausblick für die Schwerindustrie auf „negativ“ von „stabil“. Die Schuldenkrise in den Eurostaaten und pessimistischere Konjunkturerwartungen schwächten die Nachfrage und drückten die Preise, erläuterte Moody's.

Im kommenden Jahr könne der Preis für das Referenzprodukt Warmbreitband um sieben bis zwölf Prozent gegenüber dem Durchschnittspreis aus dem Zeitraum von Januar bis September von 570 Euro je Tonne fallen. Ende Oktober liege der Preis bereits bei 510 bis 530 Euro. Die Nachfrage in den kommenden zwölf Monaten könne sich in einer Bandbreite von einem Minus von vier Prozent bis zu einem Plus von zwei Prozent entwickeln. 2011 erwarte Moody's ein Wachstum von fünf bis sieben Prozent.

Wichtige Kunden der Stahlindustrie wie etwa Autohersteller und Maschinenbauer fahren derzeit ihre Lager herunter. ThyssenKrupp, der deutsche Branchenzweite Salzgitter und Weltmarktführer ArcelorMittal haben darauf bereits mit Produktionskürzungen reagiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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