Schlechte Geschäftslage bei Großmotoren
Deutz plant offenbar Stellenabbau

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen plant der Kölner Motorenhersteller Deutz AG in Kürze die Streichung von bis zu 500 Stellen in seinem Großmotorenwerk in Mannheim. Die Belegschaft solle um 150 bis 500 Stellen angepasst werden, hieß es.

HB DÜSSELDORF. Mit der Stellenkürzung reagiere Deutz auf die schlechte Geschäftslage bei Großmotoren, hieß es in den Kreisen am Montag. Weder bei Deutz noch im Werk Mannheim war zunächst eine Stellungnahme zu bekommen. Ein Betriebsratsmitglied bestätigte aber, dass die Belegschaft am Dienstag auf einer Betriebsversammlung über bevor stehende Personalschritte informiert werden solle.

In Mannheim waren nach Unternehmensangaben Ende vorigen Jahres 869 Menschen beschäftigt, konzernweit waren es 5454. Im Rahmen des Ende 2003 ausgelaufenen Umstrukturierungsprogramms hatte der traditionsreiche Kölner Konzern bereits über 500 Arbeitsplätze abgebaut. Deutz war vor acht Jahren durch Bilanzmanipulationen bei der Anlagen-Tochter Wedag an den Rand des Ruins geraten. Seither hat sich der Konzern ganz auf die Motorenherstellung konzentriert.

Im Gegensatz zu den Kompaktmotoren hatte sich das Geschäft mit Mittel- und Großmotoren 2003 nach Unternehmensangaben nicht zufrieden stellend entwickelt. In Mannheim wurde lange Zeit Kurzarbeit gefahren. Auch waren dort schon früher schon Stellen gestrichen worden.

Im ersten Quartal ging der Umsatz von Mittel- und Großmotoren um knapp fünf Prozent auf 330 Millionen Euro zurück. Bei Kompaktmotoren verzeichnete Deutz dagegen ein Umsatzplus von 3,4 Prozent auf Die im SDax gehandelte Deutz-Aktie wurde am Vormittag bei 3,20 Euro um 3,32 Prozent niedriger gehandelt.

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